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Eine gute Schulzeit mit Wissens- und Erkenntniszuwachs, aber auch viel Raum zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, ist nach wie vor wichtig für eine selbstbestimmte Entwicklung von Menschen in der modernen Gesellschaft. Jedes Kind soll entsprechend seiner eigenen Interessen und Voraussetzungen die individuelle Förderung erhalten, die es für seine Entfaltung benötigt. In der Ganztagsschule und im längeren gemeinsamen Lernen sehen wir als LINKE die günstigsten Bedingungen, dieses Ziel zu verwirklichen. Obwohl wir in Thüringen seit 2015 in einigen Bereichen (Schulsanierung, Ganztagsschule, Unterstützung der Lehrkräfte, Ausbau von Schulsozialarbeit) einiges erreicht haben, gibt es in anderen Bereichen (Unterrichtsabsicherung, Schulentwicklung) noch größere Herausforderungen.

Wir haben seit 2014 gemeinsam mit unseren Koalitionspartner:innen die Unterstützung des Landes für den Schulbau (zuständig sind die Kreise und kreisfreien Städte als Schulträger) versiebenfacht. Mit mehr als 600 Millionen Euro hat das Land zwischen 2015 und 2024 das größte Schulinvestitionsprogramm seit 1990 umgesetzt. Wir haben die Horte zurück an die staatlichen Grundschulen geholt und damit gute Voraussetzungen für die Entwicklung von Ganztagsschule geschaffen. Wir haben die Lehrerbesoldung für Grundschul- und Regelschullehrer auf das Niveau der Gymnasiallehrer angehoben und 250 zusätzliche Stellen für Horterzieher:innen geschaffen. Mit dem 2018 eingeführten Schulbudget ermöglichen wir zusätzliche schulische Angebote am Nachmittag, mehr Vernetzung mit Vereinen in der Umgebung und mehr Gesundheitsförderung für Lehrer*innen.

Seit 2015 hat das Land mehr als 4.000 Lehrer:innen eingestellt, darunter in den letzten Jahren auch viele Seiteneinsteiger:innen. Jede frei werdende Lehrerstelle wird neu besetzt. Trotzdem kommt es durch hohen Krankheitsstand, anwachsende Schülerzahlen und geringe Zahl von Lehramtsstudent:innen teilweise zu erheblichen Lücken in der Ausstattung mit Lehrkräften. Hiergegen kämpft das zuständige Ministerium an, mit der vermehrten Ausbildung von Seiteneinsteiger:innen, mit Verbesserung der Kooperation zwischen Schulen und der Entlastung von Lehrkräften von Aufgaben außerhalb des Unterrichts durch den Einsatz von Assistenzkräften.   

Mit dem Entwurf eines neuen Schulgesetzes gibt Rot-Rot-Grün Antworten auf aktuelle Herausforderungen: Es geht um den Einstieg in die Digitalität, um neue Zugänge in den Lehrerberuf, eine multiprofessionelle Personalstruktur, den weiteren Ausbau von Schulsozialarbeit. Bei der Beschulung von Kindern mit besonderem Förderbedarf bleiben nach wie vor beide Wege möglich – die Beschulung in einer normalen Klasse im gemeinsamen Unterricht – und an der Förderschule, wobei sowohl das sonderpädagogische Gutachten als auch die Meinung der Eltern Berücksichtigung finden.