Ablehnung von AfD-Klage positives Signal für Thüringer Wissenschaft

PresseWissenschaft-ForschungChristian Schaft

Zur gerade bekannt gewordenen Entscheidung des Thüringer Verfassungsgerichtshofes, die Klage der AfD-Fraktion aus dem Jahr 2018 abzulehnen, erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linke-Fraktion im Thüringer Landtag, Christian Schaft: „Die AfD hat mit dieser Klage erneut aufgezeigt, dass sie eine zutiefst wissenschaftsfeindliche Partei ist, denen Themen wie Gleichstellung und Diversität nur ein Dorn im Auge sind. Damit stellt die AfD eine Gefahr für die Thüringer Wissenschaft dar. Wie die Entscheidung zeigt, wurde 2018 durch Rot-Rot-Grün ein gutes, zukunftsfähiges und rechtssicheres Hochschulgesetz beschlossen. Dies ist ein positives Signal und stärkt die demokratischen Strukturen an den Thüringer Hochschulen.“

Unter anderem ist von der AfD-Fraktion angefochten worden, dass unter den acht Mitgliedern eines Hochschulrats mindestens drei Frauen sein müssen. Auch wurde in Frage gestellt, ob die Gleichstellungsbeauftragte und ihre Stellvertreterin weiblich sein sollen. Mit Blick auf Zahlen, Daten und Fakten in Bezug auf Karrierewege von Frauen an Thüringer Hochschulen macht Schaft deutlich: „Frauen haben auf dem Weg zu Spitzenpositionen in der Wissenschaft noch immer das Nachsehen. Die gläserne Decke hält sich hartnäckig, wenngleich in den letzten Jahren deutliche Verbesserungen erzielt worden sind. Die heutige Entscheidung stärkt unsere Bemühungen um mehr Gleichberechtigung und zeigt, mehr Frauenförderung ist das Gebot der Zeit und auch in der Wissenschaft möglich.“

Laut Thüringer Landesamt für Statistik konnte die Anzahl der Professorinnen in Thüringen von 2011 bis 2021 um 11,1 Prozent erhöht werden. „Dies ist auch ein Verdienst der Gleichstellungsbeauftragten, denen ich ausdrücklich meinen Dank für Ihre Arbeit ausspreche. Gleichstellung in der Wissenschaft ist kein Selbstzweck, sondern ein Beitrag für höhere Qualität in der Wissenschaft und für gesellschaftliche und ökonomische Weiterentwicklung zwingend notwendig“, so Schaft abschließend.


 

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