Die Enquetekommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie im Thüringer Landtag hat in ihrer heutigen Sitzung auf Antrag der Fraktion Die Linke eine öffentliche Anhörung zum Thema soziale Ungleichheit, Teilhabe und Inklusion beschlossen. Die Kommission widmete sich in ihrer Sitzung ferner der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Weiterlesen

Nicht bei Praxen vor Ort sparen

Lena Saniye Güngör

„Die Hausärztinnen und Hausärzte starten einen völlig berechtigten Protest Richtung Bundesregierung. Diese möchte dort sparen, wo es besonders weh tut: mal wieder auf dem Rücken derer, die hart arbeiten, der Beschäftigten und Ärzt:innen sowie Patientinnen und Patienten." Weiterlesen

Mit Gastarbeiterlogik brechen

Lena Saniye Güngör

„Internationale Pflegekräfte dürfen nicht eingeladen werden, um die Lücken eines überlasteten Systems zu stopfen. Sie müssen eingeladen werden als künftige Kolleginnen, Nachbarinnen, Gewerkschaftsmitglieder, Familienangehörige und gleichberechtigte Mitglieder dieser Gesellschaft." Weiterlesen

„Der 20. April ist kein Tag für peinliche Kiffer-Klischees und auch keiner für alte Verbotspanik. Er ist ein guter Tag für eine einfache Wahrheit: Gute Drogenpolitik schützt Menschen. Schlechte Drogenpolitik bestraft sie und tut dann so, als wäre das schon Hilfe“, erklärt Linda Stark, sucht- und drogenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im… Weiterlesen

„Wer in Thüringen abends, nachts oder am Wochenende in eine schwere seelische Krise gerät, darf nicht länger auf Zufall angewiesen sein“, erklärt Lena Saniye Güngör, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, zur ersten Beratung des Antrags ihrer Fraktion für einen landesweiten psychiatrischen Krisendienst. Weiterlesen

„Die Zahl der Hochaltrigen steigt, binnen zwei Jahren ist die Zahl der Pflegebedürftigen gut 16 Prozent gewachsen, Personal fehlt und stationäre Eigenanteile sind inzwischen auf mehr als 3.000 Euro geklettert. Thüringen steht vor einer massiven Herausforderung, die gleichzeitig auch eine soziale Gerechtigkeitsfrage ist“, erklärt Lena Saniye Güngör,… Weiterlesen

Lena Saniye Güngör, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, erklärt zu den bundesweiten Protesten von Apotheker:innen: „Ich unterstütze die Proteste der Apotheken, sie sind wichtiger Bestandteil einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung, die alle mitdenkt. Auch uns als Die Linke ist an einer guten… Weiterlesen

„Wer ausgerechnet an der ambulanten Psychotherapie kürzt, handelt fachlich falsch, sozial blind und ökonomisch kurzsichtig. Eine ambulante 50-Minuten-Therapiesitzung wird derzeit mit rund 120 Euro vergütet. Stationäre psychiatrische und psychosomatische Behandlung kostet die Solidargemeinschaft dagegen pro Tag regelmäßig ein Vielfaches“, erklärt… Weiterlesen

Medizinische Versorgung

Gesundheitsvorsorge und medizinische Betreuung bei Krankheit müssen allen Menschen zugänglich sein. Wir plädieren für eine solidarische Gesundheitsversicherung für alle und eine Vollversicherung im Bereich der Pflege. DIE LINKE. Thüringen will eine bedarfsgerechte und wohnortnahe medizinische Versorgung im ambulanten sowie stationären Bereich sicherstellen.

Wir haben seit 2014 gemeinsam mit unseren Koalitionspartner*innen alle Krankenhäuser in Thüringen und deren Finanzierung gesichert und im Vergleich zur Vorgängerregierung die Investitionen in Krankenhäuser um 50 Prozent erhöht. Wir haben mit einer Facharztquote in den Thüringer Krankenhäusern die
Behandlungsqualität der Patient*innen erhöht. Für die Kurklinik und das Badehaus in Masserberg haben wir Vorschläge zur Wiederbelebung erarbeitet und der kommunalen Seite die notwendige Unterstützung zugesagt . Wir haben die Finanzierung der Kurorte verbessert, um sie für ihre über regionalen Aufgaben angemessen auszustatten. Wir haben die Hospiz- und Palliativarbeit finanziell besser gestellt und Mittel für eine Koordinierungs- und Beratungsstelle bereitgestellt. Wir stärken Gesundheit als Menschenrecht und eine diskriminierungsfreie medizinische Versorgung zum Beispiel mit der Thüringer Gesundheitskarte für Geflüchtete, dem Ausbau der psychosozialen Betreuung und der Sicherstellung der medizinischen Versorgung für Menschen ohne Papiere. Mit der Landesgesundheitskonferenz haben wir das gemeinsame Handeln im Bereich der Gesundheitsförderung auf eine solide Basis gestellt, alle Akteur*innen der Prävention und Gesundheitsförderung vernetzt, um die Ziele der Konferenz gemeinsam und verbindlich umzusetzen. Wir haben das Förderprogramm zur Niederlassung von Ärzt*innen im ländlichen Raum finanziell verstärkt und um die Förderung von Barrierefreiheit ergänzt. Wir haben Initiativen zum Aufbau flächendeckender telemedizinischer Anwendungen gefördert und die Kommunen bei der Sicherstellung des öffentlichen Gesundheitsdienstes unterstützt.

Pflege

Das gegenwärtige Pflegesystem stellt den Profit vor die Bedürfnisse der Menschen. Die meist weiblichen Beschäftigten in den Sozial- und Gesundheitsberufen leiden an Überlastung und sie werden schlecht für ihre wichtige Arbeit bezahlt. Wir wollen eine menschenwürdige und an den individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Pflege und Betreuung, die gerecht und solidarisch von allen finanziert wird. Den in Pflegeberufen Tätigen muss mehr Respekt und Anerkennung entgegengebracht werden.

Wir haben seit 2014 gemeinsam mit unseren Koalitionspartner*innen auf der Bundesebene und, im Rahmen unserer Zuständigkeit, auch in Thüringen eingesetzt. Gemeinsam mit den Ländern Brandenburg und Berlin haben wir einen Antrag auf Bundesratsebene zur zukünftigen besseren Finanzierung der Pflege auf den Weg gebracht. Dabei setzen wir uns für die Umwandlung der bisherigen Teilkaskoversicherung in der Pflege hin zu einer solidarischen Pflegeversicherung ein. DIE LINKE. Thüringen hat die Beschäftigten im Pflegebereich in ihrem Kampf für Tarifbindung und bessere Arbeitsbedingungen unterstützt. Die rot-rot-grüne Landesregierung hat die Unterstützung für pflegende Angehörige ausgebaut. Außerdem wirken wir darauf hin, dass in Thüringen verbindliche Personalschlüssel für alle Pflegeberufe betreiber- und einrichtungsübergreifend eingeführt werden – bemessen an den einzelnen Fachrichtungen, bedarfsgerecht und mit Flächentarifverträgen einhergehend.