Energie

Mit erneuerbarer Energie Thüringen klimaneutral, krisenfest und zukunftssicher aufstellen sowie finanzielle Teilhabe ermöglichen. Dafür haben wir den Bürgerenergiefonds aufgelegt, die ThEGA gestärkt, Pilotprojekte unterstützt und das Windenergiebeteiligungsgesetz auf den Weg gebracht/beschlossen. Dezentral, regional und regenerativ.

 

Wir haben seit 2020 trotz stetiger Verhinderungsversuche durch CDU, FDP und AfD die soziale Energiewende weiter umgesetzt. Bis 2040 soll Thüringen seine Energie zu 100% aus erneuerbaren Energien decken. Aufgrund der geopolitischen Lage hat die Erfordernis, die Energieversorgung aus erneuerbaren und somit unabhängigen Quellen sicherzustellen, enorm an Fahrt aufgenommen. Insbesondere der benachteiligte ländliche Raum kann von einer dezentralen, auf Wind, Sonne und Biomasse beruhenden Energieerzeugung profitieren. Um das zu gewährleisten, sind entschiedene Schritte der Dekarbonisierung sowie der Steigerung wirtschaftlicher Teilhabe von Gemeinden und Bevölkerung an der Energieerzeugung notwendig.


Wir haben mit einem parlamentarischen Antrag das Fundament für konsequentes Re-Powering alter Windkraftanlagen gelegt, wodurch der Energieertrag an akzeptierten Standorten gesteigert werden kann. Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen konnten wir die sehr gute Arbeit der Thüringer Energie-Agentur ThEGA als Beratungsstelle für Kommunen und Bürger bei vielfältigen Anliegen in den Bereichen der nachhaltigen Erzeugung und Nutzung von Strom und Wärme, auch zur Bekämpfung der Energiekrise, weiter stärken. Außerdem konnten wir Mittel für einen mittlerweile aufgelegten Bürgerenergiefonds bereitstellen. Mit diesem wird die Gründungsphase von Bürgerenergiegenossenschaften finanziell unterstützt. Das sorgt für mehr Energieversorgung und Bürgerhand und stärkt somit die Energiewende von unten.


Die Auswirkungen der Energiekrise konnten durch das Auflegen eines Sondervermögens in den Bereichen Wirtschaft, Ehrenamt und Kommunen abgemildert werden. Wasserstoff-Pilotprojekte wie das von uns unterstützte der Kläranlage Sonneberg weisen die Richtung zur Nutzung von Synergieeffekten und klimaneutraler Mobilität. Sektor-übergreifendes Denken ist hier das Schlüsselwort, im beschriebenes Beispiel die Verbindung von verbesserter Abwasserreinigung, Energiegewinnung und Bereitstellung alternativer Antriebsstoffe. Auch die in den Haushaltsverhandlungen errungenen rund 8 Mio. Euro für die Wasserstoffinitiative beschreiten diesen Weg.


Die Unterstützung von Pilotprojekten zur Dekarbonisierung der Industrie wie dem auf Wind, Sonne und Wasserstoff setzenden Projekt am Tridelta-Campus in Hermsdorf weisen den Weg in einen klimaneutralen, krisenfesten und Arbeitsplätze sichernden Industriestandort Thüringen. Das TH2ECO-Projekt, das die Produktion, Verteilung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff in Thüringen realisiert, zeigt wie die Energiewende in der Praxis gelingen kann.


Für den gezielten Ausbau von Solar-Energie, vorrangig auf bebauten und vorgenutzten Flächen, haben wir die Weichen gestellt und werden Photovoltaik für große Industrie- und Gewerbebauten ab zur Auflage für Fördermittel machen. Unser Ziel ist der flächensparende Ausbau der Erneuerbaren Energieanlagen, denn Klima-, Umwelt und Artenschutz müssen zusammen gedacht werden.


Unsere Antwort auf die Wärmewende sind Nah- und Fernwärmenetze, die ihre Wärme zum Selbstkostenpreis abgeben. Dadurch kann die Wärmeversorgung klimaneutral gestaltet werden, ohne dass der einzelne Mensch sich eine neue Heizung in den Keller stellen muss. Sehr kleine Siedlungen, in denen ein Wärmenetz nicht darstellbar ist, sollen im Falle einer notwendigen Modernisierung ausreichend unterstützt werden.


Zu guter Letzt haben wir mit dem auf den Weg gebrachten Windenergiebeteiligungsgesetz den Grundstein für eine verpflichtende finanzielle Beteiligung der Anwohner und Kommunen an den Gewinnen der Windparkbetreiber auf den Weg gebracht. Mit diesem wird kein Windrad mehr in Thüringen gebaut, ohne dass die benachbarten Menschen von ihm profitieren.


 

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