Gewaltschutz: Flächendeckender Ausbau der Frauenschutzhäuser und Schutzwohnungen

Karola Stange
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Die Fraktionen DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben in der heutigen Plenarsitzung eine Gesetzesinitiative für einen flächendeckenden Ausbau der Frauenhäuser und Schutzwohnungen im Freistaat eingebracht. Hierzu erklärt Karola Stange, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und frauen- und gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

Aktuell gibt es in fünf Landkreisen in Thüringen keine Frauenhäuser oder Schutzwohnungen. Bisher haben die entsprechenden Landkreise durch Verträge die Möglichkeit der Unterbringung in ortsfernen Schutzunterkünften vorgesehen. „Unser Ziel ist eine ortsunabhängige Schutzunterbringung, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der von Gewalt betroffenen Frauen Rechnung trägt. Dafür braucht es aber einen flächendeckenden Ausbau. Darüber hinaus wird ihre Finanzierung in Landeshoheit zurückgehen, die Anzahl der Plätze im Sinne der Istanbul-Konvention aufgestockt und die Arbeitsbedingungen für das Personal in den Schutzwohnungen und Frauenhäusern verbessert“, erläutert Stange.

„Uns ist bewusst, dass diese Vorhaben nicht sofort realisierbar sind, weshalb wir einen Plan für eine stufenweise Umsetzung bis zum Jahr 2026 vorsehen. Der Gesetzesentwurf wird nun im Sozialausschuss beraten. Hier wollen wir eine zeitnahe Anhörung festlegen und damit die Expertise und Anmerkungen von wichtigen Beteiligten einholen“, schließt die Abgeordnete ab.

 

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