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Längeres gemeinsames Lernen stärken – Quote der Schulabgänger ohne Abschluss senken

Ulrike Grosse-Röthig
Ulrike Grosse-RöthigBildungPresse

Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss hat sich in Thüringen in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt, wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulrike Grosse-Röthig, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, hervorgeht. So ist die Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss vom Schuljahr 2014/15 bis 2024/25 von 6,7 auf 11,8 gestiegen. Die Quote der Abgängerinnen und Abgänger ohne Schulabschluss ist in den Gemeinschaftsschulen konstant deutlich niedriger als in den Regelschulen. Grosse-Röthig erklärt dazu: „Jeder junge Mensch ohne Abschluss ist einer zu viel. Es darf kein Kind zurückgelassen werden. Längeres gemeinsames Lernen muss das Ziel sein.“

 

Die Abgeordnete erkennt zwar die Maßnahmen aus dem Sozialministerium zu Produktionsschulen in Thüringen an, fordert aber erhöhte Anstrengungen der Landesregierung: „Die Politik muss der Schulfamilie mehr Unterstützung zukommen lassen. Besonders in einigen ländlichen Regionen ist die Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss erschreckend hoch. Gemeinschaftsschulen sind pädagogisch sinnvoll, bieten Chancengleichheit für jedes Kind und sind in Zeiten von weniger werdenden Schülerinnen und Schülern eine organisatorische Notwendigkeit. Dort, wo sich die Schulgemeinschaft auf den Weg gemacht hat, sollen Gemeinschaftsschulen ermöglicht sowie finanziell und personell gestärkt werden.“

 

Mehr Informationen zur Antwort und der Kleinen Anfrage finden Sie in der Drs. 8/3550 oder unter folgendem Link: parldok.thltcloud.de/parldok/dokument/107819/8_3550_erfolgsmodell_gemeinschaftsschule_in_thueringen

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