Parlamentsreport 2024-04

Parlamentsreport

Liebe Leserinnen und Leser,

die Thüringen Ausstellung ist das größte Schaufenster und eine spannende Leistungsschau unseres wunderbaren Freistaats. Alles, was Thüringen ausmacht – egal, ob in Kultur, Wirtschaft oder Gesellschaft – ist hier versammelt und präsentiert sich Besuchern aus Nah und Fern. Die vielen Aussteller, die Sie bei Ihrem Rundgang kennenlernen werden, sind Thüringen. Es sind diejenigen, die mit Mut, Ideen und Innovationsfreude seit 1990 alle Herausforderungen bewältigt haben. Sie sind es, denen wir es zu verdanken haben, dass wir heute in einem prosperierenden, weltoffenen und bunten Freistaat leben können. Politik hat die Aufgabe, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Thüringerinnen und Thüringer auch weiterhin gut und gerne hier leben und arbeiten können. Dafür möchte ich auch bei den anstehenden Landtagswahlen gemeinsam mit meiner Partei Die Linke kämpfen. Thüringen ist ein Land der Dörfer und der kleinen Städte. Deshalb brauchen wir auch in Zukunft bezahlbare Mobilität, die den privaten Pkw genauso einbezieht wie einen verbesserten öffentlichen Personennahverkehr. Niemand darf einen Nachteil haben, wenn er sich ganz bewusst dafür entscheidet, unseren wunderschönen ländlichen Raum mit Leben zu füllen. Gleiches gilt für eine hochwertige und wohnortnahe Gesundheitsvorsorge. Hier haben wir in den vergangenen Jahren bereits entscheidende Pflöcke – zum Beispiel das Programm „AGATHE“ gegen Einsamkeit im Alter im ländlichen Raum – eingeschlagen und werden auch in Zukunft diesen Weg weitergehen.

Nicht zuletzt ist Thüringen ein Land der Landwirte und Landwirtinnen. Sie haben in den letzten Wochen und Monaten zurecht darauf aufmerksam gemacht, dass qualitativ hochwertige Landwirtschaft das Allerletzte ist, an dem man sparen sollte. Gemeinsam mit ihnen möchte ich dafür streiten, dass eine regionale Versorgung mit nachhaltig produzierten und gesunden Lebensmitteln bei fairen und gerechten Erzeugerpreisen keine Zukunftsmusik bleiben muss. Unsere landwirtschaftlichen Betriebe sind Herzkammern unseres ländlichen Raumes. Behandeln wir sie also auch so! Ich träume von einem Mittagessen in Kindergärten und Schulen, dass in der Region mit Lebensmitteln aus der Region zubereitet wird. Das wäre nicht nur ein echter Beitrag zur gesunden Ernährung, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft. Und schließlich: Der Fachkräftemangel stellt Thüringens Wirtschaft bereits heute vor große Probleme und wird auch in Zukunft Antworten aus der Politik erfordern. Hier gilt für mich zweierlei. Erstens brauchen wir eine Kultur des Einladens und der Offenheit. Wer sich entscheidet – egal, woher er auch kommen mag – in Thüringen zu leben und zu arbeiten, den müssen wir mit offenen Armen willkommen heißen, gewissermaßen sein „Thüringenlust“ wecken. Zweitens heißt das aber auch, dass Arbeit zukunftsfähig und vor allem tarifgebunden sein muss. Dafür stehen ich und meine Partei!

Ihr Bodo Ramelow

 

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