Wahlfreiheit sichern, Vielfalt stärken – Debatte um Schulplatzvergabe in Jena ist Warnsignal
Zur aktuellen Debatte um die Schulplatzvergabe in Jena und die Einschränkungen der Wahlfreiheit für Schülerinnen und Schüler erklärt Ulrike Grosse-Röthig, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag: „Die Entwicklungen rund um die Schulplatzvergabe in Jena sind ein Warnsignal weit über die Stadt hinaus. Was sich hier andeutet, erinnert fatal an alte Zeiten: unflexibel, von oben herab organisiert, geprägt von starren Verwaltungslogiken und an den Bedürfnissen von Familien, Kindern und Lehrerinnen und Lehrern vor Ort vorbei. Was wir brauchen, sind vielfältige pädagogische Konzepte vom Kind aus gedacht, Gemeinschaftsschulen und kommunale Gestaltungsspielräume.“
„Die Vorgänge um die Einschränkungen der Wahlfreiheit durch das staatliche Schulamt Ostthüringen sprechen jedoch dieselbe Sprache wie schon die unsinnige Einführung der Kopfnoten durch Bildungsminister Tischner: normierend, vereinheitlichend und ohne Vertrauen in die individuelle Entwicklung von Kindern und die pädagogische Kompetenz vor Ort. Bildungspolitik von vorgestern! Wer heute Bildungspolitik macht, darf nicht in Kategorien von gestern denken. Thüringen braucht eine Bildungspolitik, die den Herausforderungen der Gegenwart gerecht wird. Bildungspolitik braucht Vielfalt“, so die Abgeordnete weiter.

