„Nie wieder ist Jetzt!“

Parlamentsreport

Mit beeindruckenden Kundgebungen haben in mehreren Thüringer Städten haben Menschen, darunter mehrere Abgeordnete der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, gegen die AfD und den drohenden Rechtsruck demonstriert. Die jüngst bekannt gewordenen Abschiebepläne der Partei unterstreichen einmal mehr die Gefahr, die von ihr für viele Menschen ausgeht. Immer öfter erinnert die selbsternannte „Alternative“ an die dunklen Kapitel des Nationalsozialismus - ein besorgniserregender Trend, dem Einhalt geboten werden muss.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow wandte sich in Jena und Weimar direkt an die Demonstrierenden: „Ich möchte in einem Land leben, in dem jeder, der zu uns kommt, willkommen ist und jeder, der sich in diese Gesellschaft einbringt, seinen Platz hat. Keine Unterscheidung zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, keine Unterscheidung zwischen Inländern und Ausländern. Nein, wir sind alle Menschen zusammen, egal welche Hautfarbe, welche Haarfarbe, welche Abstammung, was wir können, sondern entscheidend ist, was wir gemeinsam tun, solidarisch. Deshalb danke, Jena!“ Die Demonstrationen sind ein starkes Zeichen gegen Demokratie- und Menschenfeindlichkeit. Steffen Dittes, Fraktionsvorsitzender der Linken im Thüringer Landtag, betonte: „Uns ist es wichtig, dass die demokratische Mehrheit ihre Stimme gegen die Gefahren erhebt und sich engagiert für ein Thüringen einsetzt, in dem Rassismus und Antisemitismus keinen Platz haben und die Grund- und Menschenrechte für alle geachtet werden“. Katja Maurer, Abgeordnete der Fraktion und Fraktionsvorsitzende im Erfurter Stadtrat, freute sich über die große Beteiligung und betonte: „Damit setzen wir gemeinsam mit vielen anderen Städten in Deutschland ein deutliches Zeichen gegen Rechts“.
Die breite Mobilisierung zeigt, dass die Zivilgesellschaft entschlossen ist, sich extremistischen Tendenzen entgegenzustellen und für eine offene, demokratische Gesellschaft einzutreten.

 

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