Schaft: Freistaat muss Arbeitsplätze retten
Der Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag Christian Schaft reagiert auf die Berichterstattung beim MDR zur drohenden Schließung von Bohai-Trimet in Sömmerda: „Entscheidungen in fernen Unternehmenszentralen wickeln profitable Geschäfte und damit wertvolle Arbeitsplätze in Thüringen ab. Nach ContiTech und AE Group soll nun auch Bohai-Trimet abgewickelt werden, obwohl Investoren Interesse gezeigt haben und schwarze Zahlen geschrieben werden. Das Problem sind nicht die Beschäftigten oder das Geschäftsmodell, das Problem sind die miserablen Manager deutscher Großkonzerne und die Profitgier, die ausschließlich auf die nächste Gewinnausschüttung schauen und nicht auf den Wohlstand hier vor Ort.“
Schaft verweist außerdem auf die Möglichkeiten des Freistaats durch den im Haushalt verankerten Transformationsfonds zur Rettung von Arbeitsplätzen: „In Thüringen gibt es dank unseres Einsatzes einen Transformationsfonds, damit der Staat an dieser Stelle einspringen kann, Arbeitsplätze gerettet werden und Zeit gewonnen wird. Zeit, um ernsthaft mit Investoren und Beschäftigten über nachhaltige Perspektiven für die Standorte zu reden. Ich fordere Ministerpräsident und Wirtschaftsministerin auf, gemeinsam mit ihren Amtskollegen in Sachsen-Anhalt VW an den Tisch zu holen und dem Betriebsrat den Rücken zu stärken. Man darf diesen Konzern nicht einfach wüten lassen, sondern muss ihn im Sinne der Beschäftigten in Harzgerode und Sömmerda in die Verantwortung nehmen. Das bedeutet, die Lage endlich ernst zu nehmen und Maßnahmen in die Wege zu leiten, um die Jobs zu retten.“

