Subway – unterirdisch bei Arbeitnehmerrechten
Wie jetzt bekannt wurde, eröffnet das Kettenrestaurant „Subway“ eine weitere Filiale in Thüringen (Jena). Dazu äußert sich Rainer Kräuter, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Es ist eine Unverschämtheit, dass damit 28 Filialen des Schnellrestaurants im Land Thüringen zwischen 250 und 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen, ohne sich an einen Tarifvertrag zu koppeln!“
Der Abgeordnete weiter: „Die fadenscheinige Begründung des Gebietsleiters des Franchisegebers, die jeweiligen Unternehmer/-innen würden eigenständig handeln, kann den Mutterkonzern nicht von seinen sozialen Verpflichtungen als Arbeitgeber im weiteren Sinne entbinden. Wer Lizenzgebühren von mehr als zehn Prozent des Netto-Umsatzes verlangt, muss sich auch darüber klarwerden, wer diese Umsätze generiert. Das sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und der muss sich auch darüber klarwerden, dass der Umsatz nicht das Ende der Rechnung ist.“
Berichte der Angestellten und auch der Franchisenehmerinnen und -nehmer lassen den Gewerkschaftspolitiker zu dem Schluss kommen, „dass es hier um eine besonders krasse Form der Ausbeutung geht: Einerseits um Selbstausbeutung der Unternehmerinnen und Unternehmer, andererseits um Ausbeutung der Angestellten. Daher rate ich den Betreibern, sich an den Arbeitgeberverband zu wenden und Mitglied zu werden – natürlich mit Tarifbindung –, denn er ist zur Vertretung der Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer da. Den Angestellten – gleich welchen Umfang das Arbeitsverhältnis hat – rate ich dringend zu einer Mitgliedschaft in der zuständigen DGB-Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), um nötigenfalls gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen eine Tarifbindung zu erstreiten.“
