Haltelinie überschritten
„Das gute Recht der Kolleginnen und Kollegen auf Warnstreik mit Füßen zu treten und die Gesundheit der Mitarbeiter zu gefährden, überschreitet eine rote Haltelinie. Grundrechte der Arbeiterinnen und Arbeiter, die leider hart erkämpft werden mussten, mit einem Angriff auf die körperliche Unversehrtheit von Menschen in Frage zu stellen, lässt bei mir böse Bilder aufsteigen und ist durch nichts zu rechtfertigen“, sagt Rainer Kräuter, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.
Am Montag, 9. Mai, hatte sich der Prokurist der Firma Hydrema in Weimar mit seinem Dienstwagen einen Weg durch die Kundgebung des Warnstreiks gebahnt und dabei einen Kollegen angefahren.
Auch der Erste Bevollmächtigte der IG-Metall, Bernd Spitzbarth, verurteilte den Vorfall auf das Allerschärfste. Diese Form der Auseinandersetzung sei neu und provoziere unnötig. Kräuter sagt dazu: „Ich stehe an der Seite aller Kolleginnen und Kollegen, die sich für ihre Rechte einsetzen. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rate ich, die Mittel des Rechtsstaats zu nutzen und bei solchen Vorfällen, die hoffentlich bedauerliche Einzelfälle bleiben werden, Anzeige zu erstatten und ggf. zivilrechtlich gegen die Provokateure vorzugehen.“
