Zalando: Landesregierung hat dringende Fragen zu beantworten, Beschäftigte brauchen Unterstützung
Lena Saniye Güngör, arbeits- und gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, erklärt zu einer von der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag eingereichten Dringlichkeitsanfrage zur angekündigten Zalando-Schließung in Erfurt: „Wir haben die Landesregierung gefragt, welche konkreten Maßnahmen sie einsetzt, um die Beschäftigten bei Zalando zu unterstützen. Der Verweis auf der Pressekonferenz am 9. Januar, dass die Bundesagentur für Arbeit tätig werde, ist das Minimum. Die Landesregierung kann und sollte mehr tun, um den Beschäftigten beiseite zu stehen.“
Güngör betont, dass Zalando offenbar versuche, sich durch eine Überrumplungsaktion günstig aus der Affäre zu stehlen und sagt: „Zalando hat ganz offenbar versucht, den Betriebsrat und somit die gesetzliche Mitbestimmung auszuhebeln und die Verhandler:innen vor vollendete Tatsachen zu stellen. Die Landesregierung sollte sich gegenüber eines solchen Konzerns nicht zu handzahm verhalten, sonst wird den Beschäftigten der Weg zu ihrem Recht erschwert.“

