Neuer Goldener Plan Sport des Bundes für Thüringer Sportstätten notwendig
Der Antrag der Fraktion Die Linke mit der Forderung nach einer Bundesratsinitiative für einen neuen Goldenen Plan Sport hat heute im Thüringer Landtag eine Mehrheit gefunden: „1,3 Milliarden Euro Investitionsstau in der Thüringer Sportinfrastruktur müssen angegangen werden. Dafür braucht es entsprechend der Forderung des DOSB und einschlägiger Vertreter:innen der kommunalen Familie mehr als die bislang aufgelegte Sportmilliarde des Bundes. Völlig unverständlich bleibt, warum die Koalition im Landtag gegen den Antrag gesprochen und gestimmt hat, nachdem der Fachausschuss noch am 28. November 2025 die Annahme empfohlen hat“, erklärt Andreas Schubert, sportpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag.
„Gerade kurz vor den Olympischen Winterspielen muss das Sportland Thüringen gestärkt werden“, betont Schubert. „Wer es ernst meint mit dem Sport, darf sich nicht wegducken, sondern muss auf Bundesebene für eine verlässliche und langfristige Finanzierung kämpfen. Genau das haben wir vorgeschlagen und genau das werden wir weiter einfordern. Erst im November hatte auch Dr. Steffen Kania, Präsident des Gemeinde- und Städtebundes Thüringen, bekräftigt, dass die vom Bund zur Verfügung gestellte Sportmilliarde viel zu gering ist, um die Bedarfe abzudecken.“
Der Antrag der Fraktion Die Linke sieht vor, dass sich Thüringen im Bundesrat für einen Goldenen Plan Sport einsetzt: ein 15-jähriges Bundesinvestitionsprogramm mit mindestens einer Milliarde Euro pro Jahr für die Sanierung und den Neubau von Sportstätten. „Sportstätten sind keine Luxusprojekte. Sie sind Grundvoraussetzung für Gesundheit, soziale Teilhabe und Kinder- und Jugendsport. Wenn Sportplätze verkommen, Hallen und Bäder schließen, trifft das zuerst die, die am wenigsten Alternativen haben“, so Schubert.

