Wohnungspolitik und Klimaschutz im Einklang

"Wohnen ist elementarer Bestandteil der Daseinsvorsorge und muss für alle Menschen bezahlbar sein", forderte Heidrun Sedlacik, Wohnungspolitikerin der Linksfraktion im Thüringer Landtag, am Rande der heutigen Konferenz mit dem Thema "Wohnungspolitik und Klimaschutz im Einklang". Die Tagung, die in Sömmerda stattfand, wurde von der Fraktion DIE LINKE und dem Kommunalpolitischen Forum Thüringen veranstaltet. Im Vordergrund der Diskussionen stand die Sicherung von bezahlbarem Wohnen auch nach energetischer Sanierung der Wohngebäude.
 
Zur Konferenz hatten die Veranstalter Prof. Dr. Ing. Viktor Wesselak, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung der FH Nordhausen, Rainer Nowak vom Verband Thüringer Wohnungswirtschaft sowie Ingo Müller von der E.on Thüringen eingeladen.
 
Von Hausbesitzern und Vermietern wird nach den Energiesparverordnungen (EnEV) die energetische Sanierung ihrer Häuser gefordert. Diese dürfen die für die Sanierung anfallenden Kosten auch auf die Mieter als Modernisierungsleistungen umlegen und erhöhen damit die Kosten des Wohnens. "Angesichts der globalen Entwicklungen am Energiemarkt und der klimatischen Veränderung ist eine energetische Sanierung unbedingt notwendig, aber die Kosten dürfen nicht allein den Mietern aufgebürdet werden", betont Frau Sedlacik.

Im Gebäudebereich würde ca. 40 Prozent aller Energie verbraucht. "Daher muss nicht nur die Sanierungsquote erhöht, sondern es müssen auch die finanziellen Mittel dafür bereitgestellt werden, damit die Rechnung nicht einseitig zu Lasten der Mieter geht. Einsparziele dürfen nicht losgelöst von einer verantwortungsvollen Sozialpolitik gesehen werden", fordert die LINKE-Wohnungspolitikerin. Frau Sedlacik betont, dass "ein neuer sozialer, insbesondere kommunaler Wohnungsbau, dauerhaft bezahlbar und auf soziale sowie ökologische Aspekte ausgerichtet sein muss".

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