Wohnungsmangel: Aktuelle Studie bestätigt Forderungen der Fraktion Die Linke

Anja Müller

Die am 15. Januar 2026 von IG BAU, Caritas und Mieterschutzbund vorgestellte Pestel-Studie „Sozialer Wohn-Monitor 2026“ bestätigt nach Auffassung von Anja Müller, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, die Forderungen ihrer Fraktion nach der Schaffung von mehr bezahlbarem sozialen Wohnraum. Dazu erklärt Müller: „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Gesetzentwurf meiner Fraktion zur umfassenden Stärkung des sozialen und bezahlbaren Wohnens in Thüringen die richtige Antwort auf die großen Probleme vieler Menschen ist – auch in Thüringen. Wir werden als Fraktion auf eine intensive Beratung des Gesetzentwurfs im zuständigen Infrastrukturausschuss des Landtags drängen. In die weitere Diskussion dazu muss der Landtag viele zivilgesellschaftliche Akteure und Betroffene einbinden, z.B. Mieterverbände und auch das Pestel-Institut mit seiner aktuellen Studie, die auch Daten und Fakten zur Situation in Thüringen enthält.“

 

Thüringen solle sich vor allem der Forderung des Pestel-Instituts annehmen, dass zügig mehr Wohnungen, vor allem bezahlbare Sozialwohnungen geschaffen werden müssten, bekräftigt die Abgeordnete. Das Institut geht von einem Bedarf von 400.000 neuen Wohnungen jährlich in Deutschland aus. Dazu sagt Müller: „Thüringen muss das Wohnungsbauvermögen ausbauen und umfassend nutzen für die Schaffung von bezahlbarem sozialem Wohnraum. Wir als Fraktion Die Linke erneuern auch die Forderung nach der Schaffung einer Landeswohnungsgesellschaft in Thüringen. Unser Gesetzentwurf macht zu alldem auch konkrete Vorschläge, z.B. dazu, wie in der Bauplanung der soziale Wohnungsbau gestärkt werden kann.“

 

Laut Müller ist es für einen Sozialstaat wie Deutschland beschämend und ein Armutszeugnis, dass vor allem junge Menschen, Senor:innen und Menschen mit Behinderungen die größten Probleme im Bereich Wohnen haben. Das gelte auch für die in der Studie ausgewiesene Armutsgefährdungsquote von 13,1 Prozent für Thüringen. Konkret ergebe sich also eine Armutsgefährdung für circa 140.000 Haushalte mit ca. 275.000 betroffenen Einwohner:innen – bei einem Bestand von ca. 11.700 Sozialwohnungen in Thüringen. Dazu Müller weiter: „Da muss sich dringend etwas ändern. Ich erinnere an dieser Stelle gern, daran dass das Pestel-Institut schon vor geraumer Zeit vor diesem Umstand warnte und dies mit Blick auf die Barrierefreiheit vor allem Ältere, gerade in ländlichen Räumen, betreffe. Wir müssen diese aktuellen Ergebnisse und Warnungen ernst nehmen und entsprechend handeln. Dabei darf die Thüringer Landesregierung nicht übersehen, dass mehr als die Hälfte der Thüringer:innen Mieter:innen sind. Die Landesregierung sollte angesichts dieser aktuellen Fakten und Daten ihre bisherige Ablehnung einer Landeswohnungsgesellschaft und ihre Pläne für die faktische Stilllegung des Landeswohnungsbauvermögens aufgeben.“

 

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