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Wintersport- und Tourismuszentrum Oberhof: Statt Einzelmaßnahmen ist Gesamtkonzept erforderlich

"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube", sagt Ina Leukefeld, Abgeordnete der Landtagsfraktion DIE LINKE aus Suhl, zu den Vorschlägen der Landesregierung zur Entwicklung von Oberhof. Danach soll die Stadt am Rennsteig zu einem touristischen Aushängeschild Thüringens werden.

Oberhof sei als Wintersport- und Tourismuszentrum des Thüringer Waldes in den letzten Jahren immer hingehalten worden. Die Forderung nach einer Entwicklung von Oberhof und konkrete Vorschläge wurden von der Linksfraktion gebetsmühlenartig wiederholt. "Stattdessen hat die damalige alleinregierende CDU konzeptionslos und halbherzig gehandelt. Immer im Nachgang wurden die entstandenen Löcher ausgebessert, ohne mit einem fundierten und realistischen Gesamtkonzept Nägel mit Köpfen zu machen. Wer immer nur Bittsteller ist, der verliert Motivation", unterstreicht Frau Leukefeld. Genau das hätten die Oberhofer, insbesondere die Akteure des Tourismus, die Selbstständigen und Gewerbetreibenden immer bemängelt und selbst konkrete Handlungsvorschläge unterbreitet. "Diese wurden jedoch bisher ignoriert. Besonders makaber ist die Schließung der Rennsteigtherme im Herbst 2008 und die Tatsache, dass noch immer kein ernsthafter Vorschlag zur Reaktivierung vorliegt", moniert die Abgeordnete der LINKEN. Stattdessen laufe offensichtlich alles auf einen Neubau hinaus. Unklar sei, dass die gleiche Therme anderswo funktioniert, z. B. im Brandenburger Templin. "Die Frage ist, was aus dem gemeinsam mit der LEG erarbeiteten Stadtentwicklungskonzept wird. Soll das etwa einfach ad acta gelegt werden?", fragt Frau Leukefeld. Es könne nicht angehen, dass immer wieder neue Ideen und Einzelmaßnahmen in die Welt gestreut werden ohne ganzheitliche Betrachtung all dessen, was bereits vorhanden ist und effizienter funktionieren kann und muss. Stattdessen würden jetzt Hoffnungen genährt und im gleichen Atemzug betone die Finanzministerin, dass angesichts der künftigen finanziellen Entwicklung jede Maßnahme auf den Prüfstand gehöre. Leukefeld fordert, "endlich die Vorschläge der Bürger vor Ort ernst zu nehmen und in ein Gesamtkonzept einzuarbeiten. Nicht neue Gutachten und Einzelkonzepte, sondern effektive Betreibung und Nutzung des Vorhandenen ist das Gebot der Stunde." Dazu gehöre endlich auch ein Plan für eine sinnvolle Vernetzung der zentralen Orte in der Region, insbesondere von Suhl, Zella-Mehlis und Oberhof. Ohne eine Funktional-, Verwaltungs- und Gebietreform und eine koordinierte Zusammenarbeit würden Einzelmaßnahmen nicht mehr greifen, wenn nicht endlich vorausschauend regional geplant und gearbeitet wird. "Diese Hausaufgaben muss die Landesregierung endlich erledigen", sagt Ina Leukefeld abschließend.

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