Thüringer LINKE will Erdölprodukte auf ihre umweltverträgliche Entstehung prüfen lassen
Vor dem morgigen Weltumwelttag und vor dem Hintergrund der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko kündigt die Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag an, eine parlamentarische Initiative auf den Weg zu bringen, um Bundes- und die Landesregierungen zu verantwortungsvollerem und nachhaltigeren Handeln beim Umgang mit Rohöl aufzufordern.
"Der Weltumwelttag am 5. Juni sollte uns bewusst machen, dass es nur eine Welt gibt, die es zu schützen gilt. Vermeintlich weit entfernte Umweltschäden gehen uns alle an", ist Katja Wolf, die Sprecherin für Umweltfragen, überzeugt. Die Landtagsfraktion der LINKEN bereitet einen Plenarantrag vor, der auf die Entwicklung eines deutschlandweiten Zertifizierungssystems für Erdölprodukte abzielt.
"Auf dem Weg einer Bundesratsinitiative sollen allgemein verbindliche Nachhaltigkeitskriterien festgelegt werden. Insbesondere geht es um einen Herkunftsnachweis, der bei der Ölförderung riskante Technologien, wie die Offshore-Bohrung in sehr großen Tiefen, ausschließt", erläutert die LINKE Abgeordnete das Anliegen. Außerdem soll eine Rückverfolgbarkeit der Erdölprodukte von der Förderung über den Transport, die Lagerung und die Verarbeitung möglich werden.
Ein solches transparentes System kann nach Überzeugung der Abgeordneten Vorbildfunktion für die Biomassenutzung für Wärme, Strom und Kraftstoffe haben. Sie verweist darauf, dass seit Beginn dieses Jahres dazu eine europäische Richtlinie und für Deutschland eine entsprechende Verordnung auf den Weg gebracht werden konnten.
