Thüringer Konsortium zur Übernahme der Mehrheitsanteile bei der Eon Thüringer Energie AG bilden und zügig handeln!
Mit Verweis auf die Gerüchte aus der Eon Konzernzentrale zu bevorstehenden einschneidenden Strukturveränderungen und dem Abbau von tausenden Arbeitsplätzen fordert Bodo Ramelow, „jetzt zielgerichtet den Thüringer Weg zu Ende zu gehen, bei dem die Kommunen gemeinsam mit den Stadtwerken in einer konzertierten Aktion ein verhandlungsfähiges Angebot zur Übernahme der Mehrheitsanteile an der Eon Thüringer Energie vorlegen“.
Angesichts der Unsicherheit, die der Konzern zurzeit unter den Mitarbeitern verbreitet, sei ein solcher Schritt hin zum konsequenten Ausbau des kommunalen Eigentums ein wichtiges Signal zur Sicherung aller Arbeitsplätze bei der Thüringer Energie und zugleich die Voraussetzung, um gemeinsam mit den Stadtwerken ein einheitliches Thüringer Stromnetz aufzubauen, so Ramelow weiter.
Er fordert eine „klare Botschaft der Landesregierung“, die hier helfend eingreifen müsse, um ein Kaufkonsortium nun schnell zu bilden und bei Bedarf auch eine Landesbürgschaft auszureichen. Das wäre ein konsequenter Weg, alle Arbeitsplätze zu erhalten, Thüringer Interessen besser zu sichern und um auch Ruhe in die Umbaupläne der Eon Thüringer Energie AG zu bringen.
Der LINKE Politiker betont, dass über diesen Weg „die Erfahrungen der Eon Thüringer Energie und der Stadtwerke produktiv genutzt werden könnten für den Auf- und Ausbau von Gemeindewerken und Bürgerkraftwerken. Regenerative Energie statt Atomtechnologie und dezentrale Produktion statt Stromimport müssen die Leitlinien der Thüringer Energiepolitik sein!“
„Ziel muss es sein, den Strom und die Wärme in Thüringen komplett selbst zu produzieren“, unterstreicht Bodo Ramelow vor seiner morgen in Sömmerda beginnenden Energietour durch Thüringen, zu der um 10 Uhr im Rathaussaal der Stadt eine Auftaktpressekonferenz stattfindet.
