Sozialen Mietwohnungsbau endlich wieder spürbar fördern
Auf reges Interesse von Vertretern von Mietervereinen, alternativen Wohnprojekten, Wohnungsunternehmen, Sozialverbänden sowie Landes- und Kommunalpolitikern ist die heutige Wohnungskonferenz der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag und des Kommunalpolitischen Forums Thüringen e.V in Weimar im Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ gestoßen. „Wohnen muss bezahlbar bleiben, und dies vor allem in den städtischen Zentren, aber auch auf dem Land“, so der einhellige Tenor aus den Open-Space-Diskussionsrunden, die eine intensive Beteiligung ermöglichten.
„Wenngleich das Themenspektrum unserer nunmehr schon 6. Wohnungspolitischen Jahrestagung, diesmal unter der Fragestellung ’Wohnen - Grundrecht oder Ware?’, breit gefächert war und von der Stadtentwicklung bis zu den Kosten der energetischen Gebäudesanierung reichte, gehört die Forderung nach wirklich wirksamen sozialen Wohnungsbauprogrammen zu einem der wichtigsten Ergebnisse“, betonte die Vorsitzende des Kommunalpolitischen Forums und wohnungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Heidrun Sedlacik.
Es bestehe vor allem in den sogenannten Thüringer Impulsregionen, zu denen zwischen Erfurt und Jena auch Weimar gehöre, „ein eklatanter Bedarf an preiswertem Wohnraum“, so die Abgeordnete weiter. Frau Sedlacik verweist auf den auch in Thüringen immer stärker um sich greifenden Neubau von hochpreisigem Wohnraum und erwartet von der verantwortlichen Bundes- und Landespolitik wirksame Programme und entwicklungspolitische Initiativen, damit menschenwürdiges Wohnungen in einem lebenswertem Wohnumfeld in den Ballungszentren ebenso wie in den ländlichen Regionen Thüringens möglich ist.
Dass sich auf der Konferenz neue Netzwerke bildeten und Verabredungen getroffen wurden, damit über bürgerdemokratisches Engagement soziale Wohnungspolitik wieder stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen und politischen Aufmerksamkeit gerückt wird, sollte nach Auffassung der LINKEN Landtagsabgeordneten nicht unerwähnt bleiben.
