Protest gegen erneuten Castor-Transport fantasievoll und unmissverständlich
„Die Proteste am heutigen Castorstreckenaktionstag haben deutlich gemacht, dass Regierung und Atomlobbyisten ihren Atommüll auch weiterhin nicht still und heimlich quer durchs Land transportieren können“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow.
Ein breites Bürgerbündnis, in das sich auch die LINKE mit ihrer Jugendorganisation solid einbringt, hat heute in Erfurt gegen den für nächste Woche erwarteten Castor-Transport durch Thüringen „vielfältig, fantasievoll, friedlich und unmissverständlich demonstriert“. Zu Recht fänden sich die Menschen nicht damit ab, dass „über ihre Köpfe hinweg und gegen ihre Zukunft Politik gemacht“ wird, betont der Fraktionschef und spricht mit Verweis auf die Atomenergie von einer „Energie von gestern, die noch dazu viele Generationen lang hoch gefährlich ist“.
„Wir stehen mit euch, wie im Wendland, in Ingersleben im Dezember und auch die nächsten Tage“, hat heute auf der Kundgebung in Erfurt die LINKE-Landtagsabgeordnete Susanne Hennig erklärt. Wenn nächste Woche der Castor auf seinem Weg von Karlsruhe nach Lubmin Thüringen passiert, handelt es sich hier zwar um alte Brennstäbe, die transportiert und verwahrt werden, aber mit der von der Bundesregierung beschlossenen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke ist er auch ein „fatales Signal dafür, dass immer mehr Atommüll hinzukommen wird“, unterstreicht Ramelow. Daher müssten die „schwarz-gelben Atom-Dealer, die den gesellschaftlichen Konsens des Atom-Ausstiegs gebrochen haben, gestern, heute und morgen den entschiedenen Widerstand der Zivilgesellschaft erfahren, den die LINKE kraftvoll unterstützt".
