Petra Enders kritisiert: Entmündigung geht weiter!

Zu dem vom Thüringer Landesverwaltungsamt abgeschlossenen Raumordnungsverfahren der 380 kV-Trasse im Teilabschnitt zwischen dem Umspannwerk Altenfeld (Ilm-Kreis) und der Landesgrenze zu Bayern erklärt die Landtagsabgeordnete der LINKEN, Petra Enders:

„Sowohl der Ausschluss der Öffentlichkeit bei der Planfeststellung im Abschnitt Vieselbach-Altenfeld als auch das völlige Ignorieren der Stellungnahmen der Landkreise und regionalen Planungsgemeinschaften für den Trassenteil der Rennsteigquerung von Altenfeld zur bayerischen Landesgrenze stoßen auf unsere Kritik! Es kann doch nicht sein, dass an den Schreibtischen des Landesverwaltungsamtes über die Köpfe der Akteure vor Ort hinweg die Zerstörung des Thüringer Waldes und die Entwertung des für die Entwicklung des Tourismus notwendigen Rennsteiges entschieden wird.“
Keine der betroffenen Planungsgemeinschaften, ob Südwestthüringen oder Mittelthüringen, habe einer Trasse für die Starkstromleitung zugestimmt. „Wie kann man eine solche Entscheidung einfach ignorieren? Das ist die Entmündigung der Träger der Regionalplanung!“

Das Landesverwaltungsamt lasse im Rahmen des Raumordnungsverfahrens auch nicht erkennen, dass es sich mit der Notwendigkeit der Trasse befasst hat. „Die Bürgerinitiativen und Kommunen lehnen die Trasse grundsätzlich ab und nicht nur einige Abschnitte. Grundsätzlich deshalb, weil es Alternativen zum Neubau gibt - die Aufrüstung der bestehenden 380 kV-Leitung Remtendorf-Redwitz mit Freileitungsmonitoring und Hochtemperaturseilen!“, so Frau Enders weiter.
Mit immer neuen Stahlgittermasten in der Natur werde der Weg in eine moderne, auf den regionalen Mix aus erneuerbaren Energien setzende Stromversorgung verbaut und nicht befördert. Weitere 100 Meter hohe Masten für Höchstspannungsleitungen würden vor allem die Stromkonzerne brauchen, die an der Kernkraft festhalten und täglich Millionen damit verdienen wollen.

Petra Enders lädt alle am Thema Interessierten zur Teilnahme am Ostermarsch ein. Dieser findet am 25. April in Schalkau (Landkreis Sonneberg) statt. „Offensichtlich kann nur massenhafter Protest die Politik zum Einlenken bringen“, unterstreicht die Linksfraktionärin.

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