Ostermarsch zur Energiepolitik: Energieversorgung der Zukunft ist dezentral, regional und regenerativ
Angesichts des heutigen Ostermarschs, bei dem zum schnellen und unumkehrbaren Atomausstieg und zum beschleunigten Ausbau von erneuerbaren Energien aufgerufen wurde, erklärt Petra Enders, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Die Energieversorgung der Zukunft muss dezentral, regional und regenerativ erfolgen. Das bedeutet auch, das Stromnetz für neue Erfordernisse fit zu machen – allerdings nicht mit noch mehr Höchstspannungsleitungen. Vorhandene Stromnetze müssen umgebaut und modernisiert werden, ein Netzneubau ist nicht notwendig!“
Frau Enders bekräftigte während ihrer Rede zum Ostermarsch in Schalkau die Forderung nach Aufrüstung bestehender Leitungen mit Hochtemperaturseilen und Freileitungsmonitoring. „Netzmodernisierung statt Trassenneubau – das muss der Leitgedanke für die künftige Stromverteilung sein! Schließlich geht es darum, Natur- und Landschaft zu schonen, Lebensqualität der Menschen zu schützen und weiterhin ein attraktives Tourismusangebot im Thüringer Wald zu haben. „Thüringen ist geradezu prädestiniert, Modellregion zu werden. Der Freistaat ist Hochtechnologieland und verfügt zudem über weiträumige schützenswerte Naturareale. Deshalb muss Zielstellung sein: Hochtechnologie und Erhaltung von Natur- und Landschaft in Einklang zu bringen“, unterstreicht Frau Enders. Großprojekte, wie der 380 kV-Trassenneubau „gefährden die Energiewende und befördern sie nicht. Eindeutig gegen Bürgerinteressen gerichtet ist das Festhalten am beschleunigten Ausbau der Stromnetze nach Vorgabe der Energiekonzerne, ohne die Alternativen zu prüfen“, so die Linksfraktionärin weiter. Als „absurd“ bezeichnet Frau Enders die Forderung nach einer Strommaut, wie sie die Thüringer Ministerpräsidentin erhoben hat. „Kein Geld der Welt kann den Schaden an Natur, Landschaft und Lebensqualität der Menschen aufwiegen, der mit dem Neubau einer weiteren 380 kV-Trasse entsteht“, begründet Enders. Sie fordert eine andere Energiepolitik, hin zu dezentralen Lösungen, zu einem regionalen Mix erneuerbarer Energie.
„In diesem Sinne ist der Ostermarsch eine klare Kampfansage: Für Atomausstieg, erneuerbare Energien und Trassenmodernisierung“, so Petra Enders am Rande des Ostermarschs, an dem mehr als 500 Menschen teilgenommen haben.
