Klage gegen Planfeststellungsbeschluss zum Bau der 380 kV-Trasse geplant
Angesichts der Bekanntgabe des Planfeststellungsbeschlusses zum Bau der 380 kV-Starkstromtrasse im Abschnitt Erfurt-Vieselbach bis zum Umspannwerk Altenfeld erklärt die Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE und Bürgermeisterin von Großbreitenbach, Petra Enders:
"Der Widerstand gegen dieses unsinnige Großprojekt wird weiter geführt, jetzt erst recht!" Es bleibe jetzt nur noch der Klageweg. Zunächst werde ein Eilantrag zur Verhinderung des Baubeginns eingereicht. "Wir gehen, wenn notwendig, durch alle Instanzen", betont die Abgeordnete. Vom Trassenabschnitt betroffene Kommunen im Ilm-Kreis würden sich zur Wehr setzen: Großbreitenbach, Gehren, Wolfsberg und Ilmtal. Dazu kämen weitere Orte aus Südthüringen und dem Coburger Land in Bayern. "Die Kommunen eint die Entschlossenheit, etwas zum Erhalt der Lebensqualität zu tun. Dieser sinnlosen Investition, die Millionen verschlingt, muss entgegengetreten werden", unterstreicht die Kommunalpolitikerin.
"Dass diese Leitung für die Energiewende sinnlos ist, wird mit jedem Tag deutlicher", spricht Frau Enders einen Fakt an, der bislang gern verschwiegen wird. "Schon jetzt kommt in Nord- und Mitteldeutschland erzeugter Windstrom im Süden an und zwar so viel, dass er nicht nur in lastschwachen Zeiten an Betreiber von Pumpspeicherwerken in Österreich und der Schweiz verschenkt werden muss." Von Süden drücke Solarstrom in die mitteldeutschen Energienetze, was regelmäßig zu Problemen führe. "Es ist ein Trugschluss, diese Probleme mit immer neuen Hochspannungsleitungen lösen zu wollen. Statt immer nur neue Stromautobahnen quer durchs Land zu ziehen, müssen bestehende Netze für alternative Energien fit gemacht werden. Strom muss dort erzeugt werden, wo er auch verbraucht wird!"
