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Heidrun Sedlacik: Heiz- und Nebenkosten werden immer mehr zu einem Armutsrisiko

"Offenbar setzt die schwarz-gelbe Koalition auf die Erderwärmung als Folge des Klimawandels und glaubt, mit einer Welle der sozialen Kälte über Deutschland fegen zu können", meint Heidrun Sedlacik anlässlich der mit dem Sparpaket angekündigten Kürzungen im Sozialbereich.

Dass man den großen Rotstift gleich beim Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger ansetzt, ist für die Abgeordnete auch mit Blick auf das gegenwärtige Europäische Jahr gegen Armut und Ausgrenzung "völlig inakzeptabel". "Schließlich war der Zuschuss als Bestandteil der im vergangenen Jahr endlich erstrittenen Wohngelderhöhung ein kleiner, aber wirksamer Beitrag gegen die wachsende Wohnarmut", betont Frau Sedlacik und erinnert an die Forderungen der LINKEN nach vollständiger Anerkennung der Kosten für Heizung und Warmwasser als Bestandteil der Miete und damit deren Berücksichtigung bei der Berechnung des Wohngeldes.

"Nur so kann das Wohngeld auch wieder einen verlässlichen Beitrag zur Entlastung einkommensschwacher Haushalte leisten", begründet die Abgeordnete und verweist darauf, dass ca. 40.000 Haushalte in Thüringen 2009 Wohngeld bezogen. "Dabei entwickeln sich die Heiz- und Nebenkosten immer mehr zu einem Armutsrisiko und bringen einkommensschwache Haushalte in existentielle Bedrängnis."

Gerade in Krisenzeiten, in denen schon der Arbeitsplatz prekär sei, dürfe nicht auch noch die Wohnung unsicher werden, sagt die LINKEN-Politikerin und fordert, dass die soziale Funktion des Wohnens wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden muss "statt auf Kosten der Schwächsten der Gesellschaft zu sparen".

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