DIE LINKE widerspricht Stipendien-Strategie der CDU: Studiengrundsicherung für alle statt neuer Eliteförderung
Das Plädoyer des CDU-Bundestagsabgeordneten Tankred Schipanski für Leistungsstipendien zur Verbesserung der Studienfinanzierung stößt auf Kritik der LINKEN. "Dieses Vorhaben geht aus mehreren Gründen an den tatsächlichen Problemen der Studienfinanzierung vorbei", sagt die Sprecherin der Linksfraktion im Thüringer Landtag für Studierendenpolitik, Susanne Hennig.
An den Hochschulen gebe es großen Leistungsdruck, innerhalb kurzer Zeit die erforderlichen Leistungen für die, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. "Viele junge Menschen neuen Bildungsabschlüsse zu erbringen, andererseits müsse bei vielen das Studium zurückstehen scheitern an diesem Spagat und brechen ab. Vorschläge für das Hervorbringen einer besonders geförderten Leistungselite helfen uns da überhaupt nicht weiter. Es geht nicht um 10 Prozent akademische Elite, sondern darum, dass alle Studierenden als gut gebildete und motivierte Absolventen die Hochschulen verlassen, die bestmöglich studiert haben und der Gesellschaft diese Investition in ihre Ausbildung in den kommenden Jahren zurückgeben", unterstreicht Frau Hennig.
Zudem seien die von den Universitäten zu erbringenden 150 Euro pro Student vor allem in den wirtschaftsferneren Studienrichtungen "schlicht utopisch". Frau Hennig weiter: "Außerdem gehen die Maßnahme an der Aufgabe der besonderen Förderung von Studierenden aus finanzschwachen Elternhäusern vorbei." Noch immer sei die Quote von Studierenden aus solchen Familien im internationalen Vergleich erschreckend niedrig. "Das Geld aus der Eliteförderung gehört in ein ausreichendes Bafög für alle", sagt die Abgeordnete der LINKEN.
