DIE LINKE kritisiert und hinterfragt kurzsichtige Personalpolitik im Schulbereich

Über Jahre hinweg hat die LINKE immer wieder die fehlende Weitsicht der Landesregierung bei ihrer Personalpolitik an Schulen kritisiert und Änderungen gefordert. „Nun hat sich die Personalsituation noch weiter verschärft“, konstatiert Michaele Sojka, Sprecherin für Bildungspolitik der Linksfraktion, mit Blick auf die über Jahre hinweg versäumten Neueinstellungen insbesondere von jungen Lehrerinnen und Lehrern. Die Linksfraktion verlangt mit einer parlamentarischen Anfrage (siehe Anhang) Auskunft über die bestehenden oder bereits absehbaren gravierenden Personalengpässe.

Die Folgen sind unübersehbar: „Das Durchschnittsalter der Lehrer liegt deutlich über 50 Jahre, der Krankenstand ist in Folge des hohen Lehreralters angewachsen und so gehören Stundenausfälle - trotz eines immer noch vorhandenen statistischen Lehrerüberhangs - zur traurigen Normalität“, resümiert Frau Sojka. Die Schulen haben so wichtige Innovationskraft verloren: den Schwung und Elan junger Pädagoginnen und Pädagogen.
Die Bildungsexpertin der LINKEN weist darauf hin, dass in Kürze der größte Teil der jetzt an Schulen tätigen Lehrerinnen und Lehrer in den Ruhestand gehen wird. Mit der langjährigen Berufserfahrung der Pädagogen wird ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor fehlen. In ihrem Koalitionsvertrag hatten CDU und SPD vor zwei Jahren die Notwendigkeit der Neueinstellung von 2500 Lehrerinnen und Lehrern bis 2015 begründet und entsprechendes Handeln vereinbart. Nun aber wird Bildungsminister Matschie gerade einmal 1280 neue Lehrer bis 2014 einstellen. Die Folgen dieser kurzsichtigen, zukunftsabgewandten Personalpolitik werden in dem <media 4288 _top external-link-new-window>aufrüttelnden Schreiben von Schulleitern aus Jena</media> an alle politischen Entscheidungsträger im Land deutlich.
DIE LINKE fordert eine schonungslose Offenlegung aller, im Zuge der katastrophalen Einstellungspolitik entstandenen und zu erwartenden Probleme. „Wir fordern sofortiges Handeln. Weitsichtige Personalpolitik im Schulbereich orientiert sich nicht nur am momentanen Bedarf, sondern richtet auch den Blick in die Zukunft“, moniert die Linksfraktionärin Sojka. In einer parlamentarischen Anfrage verlangt die LINKE Aufklärung über die aktuelle Situation und die zukünftige Entwicklung des Lehrpersonals an den Schulen.

  • <media 4288>Schreiben Schulleiter als PDF-Datei herunterladen</media>
  • <media 4289>Kleine Anfrage als PDF-Datei herunterladen</media>

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