DIE LINKE fordert besseren Schutz vor Krankenhausinfektionen

Angesichts der zusätzlichen gesundheitlichen Belastung von Patienten und enormer Kosten, die durch Krankenhausinfektionen entstehen, erklärt Jörg Kubitzki, Sprecher für Gesundheitspolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Die Einführung von regelmäßigen externen Qualitäts- und Hygienekontrollen in Krankenhäusern ist unerlässlich.“ Nach Berechnungen des Instituts für Patientensicherheit belasten Krankenhausinfektionen das Gesundheitswesen jährlich mit Mehrkosten von 2,5 Milliarden. Durchschnittlich werde durch die Behandlung einer solchen Infektion 5000 Euro ausgegeben.

Künftig müsse es an jeder Klinik einen Hygienearzt geben und in jeder Station sollte eine Pflegefachkraft zu einer Hygienebeauftragten benannt und fortgebildet werden. „Was Standard in Pflegeeinrichtungen ist, sollte auch Standard in Krankenhäusern werden“, unterstreicht Kubitzki.

„Solange im System mit der Abrechnung von Krankenhaus-Infektionen Geld verdient und die Infektionsverminderung nur als Kostentreiber betrachtet wird, solange wird die Zeitbombe der daraus entstehenden Gefahren für die Gesundheit immer schärfer“, fügt Bodo Ramelow, Vorsitzender der Linksfraktion hinzu. Daher müsse jetzt offensiv die Hygiene-Ausbildung betrieben werden. Man brauche neben Hygieneärzten und Hygienefachkräften auf Klinikstationen auch Hygiene-Ingenieure.

„Das kostet zwar im ersten Moment mehr Geld, aber langfristig spart man Ausgaben und erreicht gleichzeitig eine bessere Versorgungsqualität für Patienten“, so Kubitzki weiter. Der Abgeordnete der LINKEN kündigt abschließend an, diese Problematik im nächsten Sozialausschuss des Landtages zu thematisieren.

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