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CDU sorgt für neue Verunsicherung und zementiert überholte Strukturen

Als "unsägliches Koalitionsgezerre" bezeichnet Michaele Sojka, Sprecherin für Bildungspolitik der Fraktion DIE LINKE, den Vorstoß der CDU-Landtagsfraktion zur Entwicklung des Thüringer Schulsystems - nachdem in der vergangenen Woche der Thüringer Bildungsminister das Modell der Gemeinschaftsschule vorgestellt hatte. Offenkundig sei die Bildungspolitik nun zum "offenen Zankapfel der Koalitionäre" geworden.

"Der Bildungsstreit ist Ausdruck für die desolate Situation der CDU-SPD-Koalition. Anstatt gemeinsam Konzepte für das Thüringer Schulsystem zu entwickeln, kocht jeder sein eigenes Süppchen. Das Resultat: Verunsicherung bei Schülern, Eltern, Lehrern und den Schulträgern", moniert Frau Sojka.

Mit dem neuen Begriff Oberschule werde das rückwärtsgewandte Thüringer Bildungssystem verfestigt. Denn auch nach den Plänen der CDU würde sich am frühen Aussortieren für den gymnasialen Zweig nach Klasse vier nichts ändern. "Es muss um längeres gemeinsames Lernen aller Schüler gehen, das hat die CDU bis heute nicht begriffen. Anstatt sich vom Selektieren zu verabschieden, hält man krampfhaft an ausgedienten Modellen fest", sagt Frau Sojka. Mit dem vorgestellten CDU-Konzept werde die Gemeinschaftsschul-Idee ad absurdum geführt. Schließlich würden Kooperationen vor Ort erschwert und hohe Hürden für Schulträger aufgebaut.

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