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Arbeit finanzieren, statt Arbeitslosigkeit verwalten

Anlässlich der heutigen Tagung des Thüringer Arbeitslosenparlaments im Erfurter Landtag mit mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erklärt die Arbeitspolitikerin der Linksfraktion Ina Leukefeld: „Die Beratung hat erneut deutlich gemacht, dass eine gute Arbeitsmarktstatistik, die es in Thüringen ja gibt, nur die halbe Wahrheit ist. Langzeitarbeitslose fühlen sich abgehängt und gedemütigt. Die Gesellschaft ist tief gespalten und viele Menschen leiden unter Zukunftsangst, sind enttäuscht von Politik und fühlen sich benachteiligt. Das muss Politik ernst nehmen.“

Dass es lohne, sich zu engagieren, zeige die lange umkämpfte und schließlich beschlossene Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns. Die Abgeordnete verweist auf die Ausführungen von Thomas Steinhäuser von der IG Metall, der beim Arbeitslosenparlament ausführlich dazu gesprochen und aufgezeigt hatte, dass von der Einführung des Mindestlohns in Thüringen 190.000 Beschäftigte partizipieren. Dennoch reiche die Höhe nicht aus, um Altersarmut schon in der Entstehung zu bekämpfen bzw. gar nicht zuzulassen.
Zum Thema Leiharbeit sei klar geworden, dass die Anzahl der so Beschäftigten in Thüringen überdurchschnittlich zugenommen hat und jetzt 33.600 Leiharbeiter in Thüringer Firmen tätig sind.

Ina Leukefeld: „Ich halte den Dialog von Betroffenen und Politikern für unerlässlich, Zusammenschließen und Druck machen gegen Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt, für sinnvolle Beschäftigung und existenzsichernde Einkommen ist und bleibt wichtig.
Ich unterstütze den Vorschlag aus dem Arbeitslosenparlament, auf Politiker zuzugehen, sie zu fragen und ihnen ihre Lebenssituation zu schildern.“

Zum nächsten Arbeitslosenparlament am 7. Februar sollen die Finanzministerin und die Arbeitsministerin eingeladen werden, um über die nächsten Aufgaben und deren finanzielle Absicherung zu berichten. „Es bleibt dabei: Arbeit finanzieren, statt Arbeitslosigkeit verwalten. Nur das hat Zukunft“, so Frau Leukefeld abschließend.

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