Azubis den Rücken stärken

Linda Stark
Linda StarkAusbildungspolitikPresse

Während Studierende vom Angebot des Studierendenwerks profitieren, gibt es eine vergleichbare Unterstützung für Auszubildende in Thüringen bisher nicht. Linda Stark, Sprecherin für Ausbildungspolitik der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, fordert: „Auszubildende verdienen denselben Rückhalt wie Studierende. München, Hamburg und Bremen haben es vorgemacht: ein Azubiwerk schafft bezahlbaren Wohnraum, Beratungsangebote und Mitbestimmung und stärkt somit den Azubis den Rücken. Schleswig-Holstein zieht nun ebenfalls nach. Mit Beschluss des Landeshaushalts haben sich auch die regierungstragenden Fraktionen zu einem Azubiwerk für Thüringen bekannt, dessen Einrichtung aber bis heute auf sich warten lässt.“

 

Die fast 26.500 Auszubildenden in Thüringen haben mit Wohnraummangel, steigenden Mieten und hohen Lebenshaltungskosten zu kämpfen. Ministerpräsident Mario Voigt hatte am vergangenen 1. Mai auf einer DGB-Kundgebung eine Ausbildungskammer zur Unterstützung für Auszubildende angekündigt. Stark erklärt: „Wie das Unterstützungsangebot für Azubis nun benannt werden soll, ist mir persönlich egal. Es braucht jetzt einen klaren Fahrplan für den Aufbau eines Azubiwerks gemeinsam mit dem DGB.“

 

Mit Blick auf den Beginn der ausgewerteten Anhörung zum Azubiwerk Anfang des Jahres im Infrastrukturausschuss und dem ausstehenden Bericht der Landesregierung, der Mitte Juni den Landtag erreichen soll, stellt Stark fest: „Immer mehr Auszubildende kommen zudem aus dem Ausland, auch das muss beim Unterstützungsangebot des Azubiwerks berücksichtigt werden. Thüringen braucht in Zukunft top ausgebildete Fachkräfte. Das Azubiwerk ist deshalb auch Wirtschaftsförderung für Thüringen. Als Die Linke kämpfen wir weiterhin für die Gleichwertigkeit von Bildungswegen.“

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