Zum Hauptinhalt springen

Sächsische Bahnreduzierung trifft Thüringen

Am 22. Februar haben sich die für Landesentwicklung und Verkehr verantwortlichen Minister und Staatssekretäre aus Thüringen, Sachsen und Sachen-Anhalt getroffen, um einen 10-Punkte-Plan für strategische Zusammenarbeit zu formulieren. „Abgesehen davon, dass beim so genannten Demografie-Gipfel keine Vorschläge für gemeinsame verkehrspolitische Konzepte zu Stande kamen, überraschte Sachsen jetzt seine Thüringer Nachbarn mit einschneidenden Zugabbestellungen“, informiert Dr. Gudrun Lukin, Sprecherin für Verkehrspolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

„Sollten die Verkehrsminister wirklich mitteldeutsche Zusammenarbeit ohne abgestimmte Verkehrsprojekte geplant haben? Oder hatten die sächsischen Entscheidungsträger bei der gemeinsamen Unterzeichnung des Verkehrsvertrages für ein mitteldeutsches S-Bahn-Netz am 10.02.2011 schlicht weg vergessen, Thüringen über den Wegfall von Regionalexpresszügen auf den Linien Leipzig-Hof über Altenburg zu informieren?“, fragt Frau Dr. Lukin. Die Abgeordnete der LINKEN verweist darauf, dass der Thüringer Finanzierungsanteil am S-Bahn-Netz 100 Mill. Euro beträgt. „Da hätte man schon eine rechtzeitige Information aus dem sächsischen Verkehrsministerium über beabsichtigte Fahrplanreduzierungen zwischen Thüringen und Sachsen erwarten können. Die Erwartungen an Kooperation im Verkehrsbereich Mitteldeutschland sind ja schon bescheiden geworden“, so die Linksfraktionärin abschließend.


 

Mehr Themen

Zurück zum Kopf der Seite