Politik gefordert - Bahnpreiserhöhung stoppen
„Nicht nur die Fahrpreiserhöhungen um 3,9 Prozent im Fernverkehr sind kein Beitrag für mehr Kundenfreundlichkeit, auch im Nah- und Regionalverkehr werden die ohnehin schon von technischen Engpässen geplagten Reisenden zur Kasse gebeten“, sagt Dr. Gudrun Lukin, Sprecherin für Verkehrspolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, im Vorfeld der Preiserhöhungen ab 11. Dezember.
Damit nicht genug: Die Bahn offeriere auch gleich noch die Streichung von Sparpreisen und Aufpreise bei Serviceleistungen. „Es darf einfach nicht sein, dass ein Unternehmen im Auftrag des Staates und der Länder unwidersprochen 2011 einen Rekordgewinn ankündigt und gleichzeitig seine Kunden bei rückläufiger Qualität der Dienstleistung schröpft“, sagt Frau Dr. Lukin. Trotz aller Versprechungen und der verdienstvollen Arbeit der Bahnmitarbeiter seien weder die angekündigten Fortschritte bei der Information der Reisenden noch die Vergrößerung des Wagenparks zu erkennen.
„Es darf nicht passieren, dass auf der meist frequentierten Strecke zwischen Erfurt und Jena wiederholt verkürzte Züge fahren und die Fahrgäste Ölsardinen in der Büchse um ihre Platzkapazität beneiden. Wenn es das Ziel von Landes- und Bundesregierung ist, das neben dem Bus klimafreundlichste Verkehrsmittel zu unterstützen, dann muss endlich eine Qualitätsoffensive und Infrastrukturförderung der Bahn auf den Tisch. Es kann nicht sein, dass wieder Haushaltslöcher von Bund und Land durch Gewinnabführung der Bahn gestopft werden und die Reisenden dafür zahlen müssen“, so die Linksfraktionärin abschließend.
