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Ungleichbehandlung von behinderten und nichtbehinderten Sportlern

Mit Blick auf die morgen beginnenden XIV. Paralympics in London kritisiert der LINKE Landtagsabgeordnete, Maik Nothnagel, die fehlende Gleichstellung zwischen behinderten und nichtbehinderten Sportlerinnen und Sportlern.

„Nicht nur, dass die Paralympics in der Öffentlichkeit als olympische Spiele zweiten Ranges wahrgenommen werden, auch gibt die Deutsche Sporthilfe für den Gewinn einer Medaille bei den Paralympics nicht einmal ein Drittel der Prämie, die sie bei den Olympischen Spielen zahlt“, so der inklusionspolitische Sprecher der Linksfraktion weiter. Maik Nothnagel ist der Auffassung, dass sportliche Leistungen von Frauen und Männern mit Behinderungen nicht weniger hart erkämpft sind als die nichtbehinderter Sportlerinnen und Sportler – eine Erkenntnis, die aus zahlreichen Gesprächen mit behinderten Sportlerinnen und Sportlern, wie z. B. mit dem Thüringer Wintersportler Thomas Oelzner (Biathlon/ Langlauf), resultiert.

Wenn allerdings festzustellen sei, dass die Deutsche Sporthilfe eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen mit 15.000 Europ „belohnte“, dann nähmen sich die 4.500 Euro für eine Goldmedaille bei den Paralympics mehr als bescheiden aus und zeugten anschaulich von der Ungleichbehandlung der Sportlerinnen und Sportler. Auch wenn gerade heute bekannt wurde, dass die Deutsche Sporthilfe die Prämien für die Medaillengewinner der Paralympics erhöhen wolle (für Gold 7500 Euro, für Silber 5000 statt 3000, für Bronze 3000 statt 1500 Euro) könne von Gleichbehandlung immer noch nicht die Rede sein.

Dabei geht es dem Landtagsabgeordneten nicht schlechthin um Gleichmacherei. Er fordert gesellschaftliche Teilhabe und Anerkennung für behinderte Sportlerinnen und Sportler. So auch für die Thüringer Teilnehmerinnen und Teilnehmer Maria Seifert und Isabell Foerder aus Erfurt, Mario Hochberg aus Gotha und Mathias Heimbach aus Jena, denen er bei den XIV. Paralympics viel Erfolg wünscht. Abschließend betont Nothnagel: „Die nach wie vor bestehende Ungleichbehandlung ist Ausdruck dafür, dass die UN-Behindertenrechtkonvention und die Inklusion immer noch ihrer Durchsetzung in Deutschland und auch in Thüringen harren.“


 

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