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Ina Leukefeld fordert: Gute Arbeit für Menschen mit Behinderung in Thüringen

Mit Blick auf den heutigen europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen fordert Ina Leukefeld mehr Beschäftigung von behinderten Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt in Thüringen. Es sei nicht hinnehmbar, dass 6.500 Menschen mit Behinderungen im Freistaat offiziell arbeitslos gemeldet sind.

Die Arbeitsmarktpolitikerin der Linksfraktion konnte sich heute in der Oettinger-Brauerei Gotha auf Einladung des Landesbehindertenbeauftragten, Herrn Dr. Bockhausen, von den guten Erfahrungen mit der Inklusion in diesem Unternehmen überzeugen. „Inklusion und gleicher Lohn für gleiche Arbeit sind dort bereits Realität.“ Allerdings sei dies in Thüringen eher die Ausnahme. Die fünfprozentige Pflichtquote der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen werde in Thüringer Unternehmen mit 4,4 Prozent nicht erfüllt, kritisiert die Abgeordnete. Die Linksfraktion wendet sich jetzt erneut mit einer Reihe von parlamentarischen Anfragen zur Beschäftigungssituation Behinderter in Thüringen an die Landesregierung und wird danach mit einem Antrag „Gute Arbeit für Menschen mit Behinderung und Handicap“ Vorschläge zur Verbesserung der Situation unterbreiten.

Frau Leukefeld weist darauf hin, dass Menschen mit einer Behinderung in der Regel gut ausgebildet sind. „85 Prozent haben einen beruflichen bzw. akademischen Abschluss, damit liegen sie sogar über dem Durchschnitt der Nichtbehinderten“, betont die arbeitsmarktpolitische Sprecherin auch angesichts eines wachsenden Fachkräftebedarfs. Nicht zuletzt sei es im Sinne von Inklusion und wirklicher Gleichstellung längst nicht mehr zeitgemäß, die Betroffenen hauptsächlich in Behindertenwerkstätten zu beschäftigen. Die Suhler Landtagsabgeordnete kündigt abschließend an, dass das Thema ihres nächsten Unternehmerstammtischs in Suhl am 15. Mai Möglichkeiten einer besseren Inklusion in der Arbeitswelt sein wird.


 

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