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Verschwundene Kunstschätze: Einer lügt.

Zum Fortgang der Berichterstattung über die verkauften Goethe-Zeichnungen erklärt die Kulturpolitikerin der Linksfraktion, Dr. Birgit Klaubert: "Es ist völlig offensichtlich, dass hier eine Seite lügt. Entweder trifft es zu, dass Graf Henckel von Donnersmarck den Dauerleihvertrag rechtzeitig gekündigt hat. Dann müssten die Stiftung und auch der Minister als Vorsitzender des Stiftungsrates davon wissen und die Bilder wären für Weimar endgültig verloren. Oder aber die Darstellung der Stiftung stimmt, dass der Dauerleihvertrag nach wie vor gelte. Dann hätte der Graf die Bilder niemals als ‚unbelasteter Eigentümer' verkaufen dürfen und wahrscheinlich wäre auch der österreichische Käufer zur Dauerleihgabe an die Stiftung verpflichtet."

Die Linksfraktion wird den Verbleib des Hirschhügel-Konvoluts in der nächsten Sitzung des Landtagsausschusses für Bildung, Wissenschaft und Kultur thematisieren und erwartet dabei u.a. über folgende Punkte Aufklärung:

  • Datum, genauer Inhalt und Geltungsdauer des Dauerleihvertrages zwischen der Familie Henckel von Donnersmarck und der Klassikstiftung Weimar,
  • Ursache und Inhalt vertraglicher Vereinbarungen über eine Ausstellungsleihgabe von 10 Bildern des Konvoluts,
  • Wahrnahme der durch die Stiftungssatzung und das Stiftungsrecht festgelegten Aufsichts- und Handlungspflichten des Stiftungsrates und dessen Präsidenten.

"Wenn Ministerium und Klassikstiftung - so wie sie jetzt behaupten - alles richtig gemacht haben, dann müssten auch Chancen bestehen, sämtliche Bilder wieder nach Weimar zu holen. Dazu müssen aber jetzt schleunigst alle Verträge auf den Tisch und fähige Juristen mit dem Fall beauftragt werden", so Frau Dr. Klaubert abschließend.


 

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