Schaden für die Klassik-Stiftung abwenden!
Der Stil der einsamen Entscheidung setzt sich fort: Ohne vorher Diskussionsbedarf oder Kritik geäußert zu haben, verkündete Kultusminister Christoph Matschie offensichtlich die Entscheidung, den im Mai 2011 endenden Vertrag des Präsidenten Hellmut Seemann nicht zu verlängern. Als "ein höchst kritikwürdiges Verfahren, das der großen nationalen Stiftung Schaden zufügt", kritisieren dies Birgit Klaubert, Kulturpolitikerin der Fraktion Die LINKE im Thüringer Landtag, Dirk Möller, Kulturausschuss-Vorsitzender für DIE LINKE in Weimar, und Luc Jochimsen, Kulturpolitikerin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag.
Eine solche Entscheidung ohne jede öffentliche Diskussion zu fällen, nachdem gerade die Direktoren der großen Weimarer Kultureinrichtungen dem Präsidenten schriftlich ihr Vertrauen ausgesprochen haben und auch der Beirat der Stiftung eine Vertragsverlängerung empfohlen hat, sei unverständlich. Es müsse vor einem solchen Schritt die Frage beantwortet werden, wie man in den nächsten acht Monaten nach diesem Ratz-Fatz-Verfahren eine gute Nachfolgelösung finden will.
