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Matschie organisiert den Verteilungskampf

Zu den Äußerungen des Nordhäuser Intendanten Lars Tietje, wonach den Thüringer Theatern schwierige Zeiten bevorstehen und zukünftig auf einige Produktionsstandorte in Thüringen verzichtet werden müsse, erklärt die Kulturpolitikerin der Linksfraktion Dr. Birgit Klaubert:

„Lars Tietje weist völlig zu recht auf die immensen Leistungen hin, die Nordhausen und Sondershausen bereits erbracht haben. Seine Äußerungen belegen aber leider auch, dass spätestens jetzt der Verteilungskampf im Kulturbereich begonnen hat. Minister Matschie hätte dies verhindern und sich rechtzeitig der Zukunft der Kulturfinanzierung annehmen müssen. Stattdessen wird in diesem Ministerium alles auf die lange Bank geschoben, und die Kulturschaffenden werden hängen gelassen.“

Frau Dr. Klaubert verweist darauf, dass Matschie noch im Juni angekündigt hatte, mit dem Haushalt 2011 den Rahmen für die Finanzierung vorzulegen. „Daraus wurde nichts. Inzwischen gibt es eine Arbeitsgruppe, die irgendwann im nächsten Frühjahr Vorschläge machen will, und solange herrscht Funkstille. Da ist es nur verständlich, wenn sich nun die Theaterverantwortlichen zu Wort melden, weil sie befürchten, am Ende dieses intransparenten Prozesses einen Kürzungskatalog präsentiert zu bekommen“, so die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion abschließend.


 

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