Matschie muss jetzt aufklären!
Zu den Medienberichten, wonach zahlreiche wertvolle Goethe-Zeichnungen aus dem Bestand der Klassikstiftung Weimar nach Österreich verkauft wurden, erklärt die Kulturpolitikerin der Linksfraktion, Dr. Birgit Klaubert: "Wie hier mit dem Thüringer Kulturschatz umgegangen wird, ist ein Skandal. Offensichtlich haben alle Verantwortlichen versagt, als es darum ging, die Goethe-Zeichnungen in Weimar zu belassen.
"Minister Christoph Matschie ist mit seiner Strategie nichts hören, nichts sehen und vor allem nichts sagen wieder einmal grandios gescheitert", so Frau Dr. Klaubert weiter. Als Vorsitzender des Stiftungsrates hätte er sich frühzeitig und mit Nachdruck für den Verbleib der Werke bei der Klassikstiftung einsetzen müssen. Stattdessen würden Parlament und Öffentlichkeit nichts über den Vorgang erfahren, der dem Ministerium wohl schon seit fast einem Jahr bekannt war. Erst in der letzten Sitzung des Bildungs- und Kulturausschusses sei auf Antrag der LINKEN über Restitutionsleistungen gesprochen worden, aber auch da habe die Landesregierung kein Wort über diesen skandalösen Prozess verloren. Man wundere sich über die einsame Entscheidung Matschies in der Frage der Vertragsverlängerung von Hellmut Seemann und stelle sich nun die Frage, ob nicht schon früher klare Worte und Entscheidungen notwendig waren.
"Aufklärung über die gesamte Sachlage tut dringend Not. Herr Matschie ist jetzt in der Pflicht, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, wie die Zeichnungen aus Thüringen verschwinden konnten und ob noch eine Chance auf ein Zurückholen der Kulturschätze besteht", so Dr. Klaubert abschließend.
