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Fremdschämen für die Kulturpolitik der Landesregierung

Zur Entscheidung, Hellmut Seemann als Präsidenten der Klassik Stiftung Weimar weiter zu beschäftigen, erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Birgit Klaubert: „Nach diesem Tag kann man sich für die Kulturpolitik der Thüringer Landesregierung wirklich nur noch Fremdschämen. Erst öffentlich zu verkünden, dass man Hellmut Seemann nicht mehr an der Spitze der Klassik Stiftung haben wolle, um dann selbst mit zu beschließen, dass er der ‚neue’ Mann ist, ist vor allem eins: hochpeinlich. Das ist eine große persönliche Niederlage für Minister Matschie.“

Christoph Matschie sei es in diesem Prozess zu keinem Zeitpunkt gelungen zu kommunizieren. Weder mit Herrn Seemann, noch mit dem Stiftungsrat geschweige denn mit der Öffentlichkeit oder gar mit dem Parlament wurde wirklich über die Erwartungen an die Stiftung diskutiert. „Herr Matschie hat einsam entschieden und ist einsam gescheitert“, so Frau Dr. Klaubert.

„Die LINKE wird jetzt das Thema in den Kulturausschuss des Thüringer Landtags bringen. Es geht zunächst darum, den Minister zu befragen, und in einem nächsten Schritt soll der alte und neue Präsident seine Vorstellung über die künftige Arbeit erläutern“, sagt die Kulturpolitikerin und verweist darauf, dass die LINKE auch eine öffentliche Anhörung erwägt. „Zudem werden wir erneut die Frage stellen, ob in der Satzung der Stiftung weiterhin das Einzelleiterprinzip verankert bleiben soll oder ob nicht ein mehrköpfiges Gremium die Geschäfte führen sollte. Angesichts problematischer Entscheidungen in der Vergangenheit, plädieren wir für ein Verteilung der Aufgaben auf mehrere Schultern“, so Dr. Klaubert abschließend.


 

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