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Nur mit der LINKEN eine wirkliche Schulreform

"Die Turbulenzen zwischen SPD und CDU in Sachen Schulreform zeigen einmal mehr, dass es für eine wirkliche Schulreform mit einem längeren gemeinsamen Lernen für alle Schülerinnen und Schüler DIE LINKE als Koalitionspartner bedarf", betont Michaele Sojka, Bildungspolitikerin der Fraktion DIE LINKE.

Während die SPD die freiwillige Gemeinschaftsschule an einigen wenigen Schulstandorten wolle, halte die CDU starr an ihrem ausgrenzenden Schulsystem unter dem Deckmantel einer noch zu entwickelnden Oberschule fest. "Die längst überfällige Überwindung der in Europa kaum noch vollzogenen Trennung aller Schülerinnen und Schüler bleibt allerdings in diesem Koalitions-Hick-Hack auf der Strecke", kritisiert Frau Sojka. Und auf der Strecke bleibe damit auch der Wille der Bürgerinnen und Bürger, denn 70 Prozent hatten sich vor der Landtagswahl 2009 für die Überwindung des gegliederten Schulsystems mit seiner frühen Trennung der Schüler ausgesprochen.

Wer will, dass Schüler länger gemeinsam lernen, müsse logischerweise auch wollen, dass zukünftig die Entscheidung über den Besuch eines Gymnasiums zu einem späteren Zeitpunkt als nach Klasse 4 erfolgt. Die CDU hingegen wolle mit ihrer Oberschule, dass Schüler nicht unbedingt an einem Gymnasium das Abitur erwerben müssen. Längeres gemeinsames Lernen, ob an der Gemeinschaftsschule oder an einer Oberschule werde zwangsläufig dazu führen, dass insgesamt weniger Schüler an einem Gymnasium lernen. Das längere gemeinsame Lernen einerseits zu wollen, aber andererseits an den Gymnasien in ihrer jetzigen Form festzuhalten, ist ein Widerspruch, den weder SPD noch CDU auflösen können oder wollen. "Aber hieran wird deutlich, wie wenig ernst es die beiden Koalitionsparteien mit einer wirklichen Schulreform meinen", so Frau Sojka abschließend.


 

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