Verbindliche Hygiene-Standards sind längst überfällig
Der Gesundheitspolitiker der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag unterstützt die Forderung der Landeskrankenhausgesellschaft nach verbindlichen Hygieneregeln für Krankenhäuser. „Diese Regelungen sind längst überfällig“, sagt Jörg Kubitzki.
Die Linksfraktion hatte bereits mit ihrem Antrag Ende letzten Jahres, der mehrheitlich abgelehnt wurde, die Landesregierung auf die fehlenden Normen in Thüringen hingewiesen. „Wir haben schon damals gefordert, dass es künftig an jeder Klinik einen Hygienearzt und eine Hygienebeauftragte geben muss. Eigentlich müsste auf jeder Station eine Pflegefachkraft zu einer Hygienebeauftragten ausgebildet und eingesetzt werden. Zudem ist die Einführung von regelmäßigen externen Qualitäts- und Hygienekontrollen in Krankenhäusern unerlässlich“, begründet der Gesundheitsexperte.
Als „richtigen Schritt“ wertet Kubitzki, dass die Thüringer Landeskrankenhausgesellschaft ihre Meinung geändert habe. Noch vor einem Jahr habe diese eine Hygieneverordnung für Thüringen wegen erhöhtem Verwaltungsaufwand abgelehnt.
„Eine Selbstkontrolle der Krankenhäuser reicht nicht aus, deshalb halte ich regelmäßige externe Qualitäts- und Hygienekontrollen in Krankenhäusern für unerlässlich“, so der Gesundheitspolitiker.
Nach der Novelle des Bundesinfektionsschutzgesetzes, die seit Sommer 2011 wirksam ist, müssen die Länder eigene Regelungen zur Hygiene in Krankenhäusern erlassen. „Gesundheitsministerin Taubert kann nun nicht mehr auf das Abwarten der gesetzlichen Vorgaben auf Bundesebene verweisen und muss dringend eigene verbindliche Hygienevorschriften für Thüringer Krankenhäuser erlassen“, fordert Kubitzki. Mit Blick auf das neu zu erarbeitende Thüringer Krankenhausgesetz verlangt er das Festschreiben von Qualitätsstandards.
