Verantwortung für grundsätzliche Wissenschaftselite und nicht für erlauchten elitären Kreis
„Der Wissenschaftsstandort Deutschland wird mit den Vorschlägen der Bundesbildungsministerin, Bundesuniversitäten zu gründen, weiter ausgehöhlt“, kritisiert die Sprecherin für Wissenschaftspolitik, Dr. Karin Kaschuba, und kündigt eine Aktuelle Stunde der Linksfraktion zu diesem Thema für die Landtagssitzung in der nächsten Woche an.
Im Grunde gestehe die Ministerin damit ein, dass sie ihre Verantwortung „nicht für eine grundsätzliche Wissenschaftselite sieht, sondern nur für einen erlauchten elitären Kreis“. Das passe zur Verfasstheit dieser Bundesregierung: „Besserbetuchte und Großkonzerne werden bedient, der Rest ist egal“, moniert die Abgeordnete.
Dabei übersehe die Ministerin Wesentliches: „Spitzenleistungen lassen sich nur erbringen und dauerhaft halten, wenn auch auf eine breite und gut aufgestellte Basis zurückgegriffen werden kann. Und diese Basis, die Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland, werden derzeit durch einen ruinösen und teilweise kannibalistische Züge tragenden Wettbewerb massiv beschädigt“, betont Frau Dr. Kaschuba.
Die Politikerin weiter: „Anstatt das ‚Hochschul-Mezzogiorno’ fortzusetzen, sollte man sich in Kooperation von Bund und Ländern um die Absicherung der deutschen Hochschulhaushalte kümmern. Das ist eine Erfahrung aus der Föderalismusdiskussion.“ Das Motto müsse lauten: Förderung der Breite und Förderung der Leuchttürme. Die LINKE werde darum das Thema in den Landtag einbringen.
