Unverantwortlich handelnde Hundehalter gefährden andere Menschen
„Ohne Zweifel muss das Ziel einer vernünftigen landesgesetzlichen Regelung sein, Gefahren, die von Hunden ausgehen, weitestgehend auszuschließen“, sagt Sabine Berninger, Innenausschussmitglied der Fraktion DIE LINKE, nach dem neuerlichen Vorfall, bei dem am Wochenende in Niederorschel ein Kind durch einen Mischlingshund verletzt wurde.
„Die von der Landesregierung und der SPD-Fraktion favorisierte sogenannte Rasseliste und das damit einhergehende Verbot einzelner Hunderassen ist allerdings kein geeignetes Mittel zum Schutz. Nicht ein Hund ist per se gefährlich, sondern einzelne unverantwortlich handelnde Hundehalter gefährden andere Menschen“, so Berninger weiter.
Die Abgeordnete verweist auf die fast einhellige Ablehnung der Rasseliste im Rahmen der Anhörung zum Gesetzentwurf der Landesregierung im Innenausschuss. Die Fraktion hatte in die Diskussion eigene Vorschläge eingebracht, die sich in erster Linie an die Verantwortung der HundehalterInnen richten. Dazu gehören u. a. eine Meldepflicht für Hunde, elektronische Kennzeichnung mit einem auslesbaren Chip, eine Versicherungspflicht und ein Sachkundenachweis, der zu einem reduziertem Hundesteuersatz führt.
„Zu einem wirksamen Gesamtkonzept gehört ebenso, effektive Kontrollinstanzen zu schaffen, die ein illegales Halten von Hunden erschweren“, so Berninger, die eine weitere Beratung sachgerechter Konzepte zum Schutz anregt. „Aber Aktionismus war noch nie ein guter Ratgeber in der Politik.“
