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Unterstützung für Arbeitskampf der Post-Beschäftigten

„Bei der deutschen Post wird gestreikt, Siemens will Stellen im großen Stile abbauen, bei der Bahn wird geschlichtet – das Gerechtigkeitsbewusstsein in den Leitungen deutscher Großkonzerne scheint schlichtweg nicht vorhanden zu sein. Anstatt Profil zu zeigen, wird auf Profit gesetzt. Der sozialen Verantwortung, die Arbeitgeber haben, entziehen sich viele Konzerne, um Anlegern zu genügen und eigene Gehälter und Boni ins Unermessliche zu treiben. Das ist Ausbeutung in Reinkultur“, sagt der gewerkschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Rainer Kräuter.

In Thüringen hatten zu Wochenbeginn 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Briefverteilzentrum der Deutschen Post in Erfurt die Arbeit niedergelegt. Die bisherigen Tarifrunden, in denen die Gewerkschaft ver.di 5,5 Prozent mehr Lohn sowie eine Verringerung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 36,5 Stunden fordert, sind alle ergebnislos verlaufen. Wichtiger Bestandteil der Verhandlungen war außerdem die Übernahme der rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bundesweit gegründeten regionalen Gesellschaften für die Paketzustellung in den Haustarifvertrag der Post.

Der Landtagsabgeordnete weiter: „Es ist mehr als verantwortungslos, dass die Deutsche Post aus ihrem eigenen Haustarifvertrag flieht und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Regionalgesellschaften outsourct, um sie dort wesentlich schlechter zu bezahlen. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit – das muss auch für einen Konzern wie die Post gelten. Bei bisher sechs Verhandlungsrunden hat sich der Konzern nicht ein Stück weit auf die Angebote der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zubewegt und auch deren Kompromissangebot unbeantwortet gelassen. Das zeugt lediglich von der nicht vorhandenen Bereitschaft, lösungsorientiert und kompromissbereit in die Verhandlungen einzutreten. Bei einem Unternehmen mit Milliarden-Umsätzen und -Gewinnen ist das schlichtweg dreist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren zuständige Gewerkschaft haben meine volle Unterstützung für den Streik, damit sich die Deutsche Post wieder an den Verhandlungstisch begibt, und zwar aus genau diesem Grund: um zu verhandeln.“

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