Thüringenkolleg: Bildung vom Erfolg her denken
Ulrike Grosse-Röthig, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, kommentiert die heute vom Bildungsministerium vorgestellten Pläne zur Schließung des Thüringenkollegs wie folgt: „Das heute von Minister Tischner vorgestellte ‚Konzept‘ zum Erhalt des zweiten Bildungsweges in Thüringen hat den Namen, den es trägt, nicht verdient. Die Weiterführung des zweiten Bildungsweges ist nicht mehr als eine vage Hoffnung; diese Ankündigung des Ministers reiht sich in den bekannten Reigen der Ankündigungen dieser Landesregierung ein.
Der Aufnahmestopp am Thüringenkolleg bedeutet jedoch ganz real das Ende des Kollegs. Das Land schiebt die Verantwortung für lebenslanges Lernen von sich und hofft, dass irgendjemand diese aufnimmt. Verantwortungsvolles Regierungshandeln geht anders. Erst müssen Strukturen geschaffen, Verantwortungen geklärt und Bildungsbiographien gesichert werden, bevor Strukturen abgebrochen und Schulen geschlossen werden. Besonders enttäuscht bin ich von Akteuren, die sich öffentlich und vor Ort für den Erhalt des Kollegs ausgesprochen haben und im Landtag schwiegen.“

