Statt Kehrtwende in der Hochschulpolitik nur kosmetische Korrekturen
"Die Kultusministerkonferenz bleibt auf halbem Wege stehen", sagt die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dr. Karin Kaschuba, und spricht von "kosmetischen Korrekturen".
Notwendig sei eine Kehrtwende auf dem Gebiet der Hochschulpolitik. Der Streik der Studierenden mache deutlich, dass es um weit mehr gehe, als um irgendwelche Prüfungen beim Bachelor. "Für die Studierenden steht die generelle Ausrichtung der Hochschulbildung auf dem Prüfstand. Der einseitige Bildungsbegriff, der Hochschulen vordergründig nur mit einem Tunnelblick auf die Bedürfnisse der Wirtschaft betrachtet und daraus betriebswirtschaftlich determinierte Schlussfolgerungen zieht, geht an den Anforderungen der Wissensgesellschaft vorbei", betont Frau Dr. Kaschuba. Darum müsse man den Studierenden außerordentlich dankbar sein, dass sie auf diesen Sachverhalt aufmerksam machen.
DIE LINKE unterstütze in Gänze die Forderungen der Studierenden, wie z.B. den unentgeltlichen und freien Zugang zu Bildung, die demokratische Beteiligung von Studierenden an allen bildungspolitischen Entscheidungen der Hochschulen sowie auf Landes- und Bundesebene oder eine kritische Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Gesellschaft.
"Zudem fordert DIE LINKE sowohl die Kultusminister als auch die Hochschulrektoren auf, endlich ihr Schwarze-Peter-Spiel aufzugeben und die Verantwortung nicht immer hin und her zu schieben. Jetzt sind ganzheitliche Lösungen gefragt, an denen selbstverständlich die Studierenden beteiligt werden müssen", so die Abgeordnete.
