Spitzenfeld beim Leistungsvergleich: Probleme nicht überdecken
"Es freut mich, dass Schülerinnen und Schüler in Thüringen im Ländervergleich einen sehr guten Platz belegt haben. Dies ist vor allem auch dem Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer zu verdanken", sagt Dirk Möller, schulpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, zur heute vorgestellten Studie der Kultusministerkonferenz und des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen.
In dem Schulleistungsvergleich der neunten Klassen aller Schularten belegte Thüringen in allen Bereichen den zweiten Platz. "Unsere Freude über das gute Abschneiden darf aber nicht die Probleme überdecken", so Dirk Möller weiter.
Auch wenn die Ausgangslage in Thüringen im Vergleich zu anderen Bundesländern gut sei, "so bescheinigen uns die Ergebnisse, dass die soziale Herkunft immer noch zu stark auf den Bildungserfolg einwirkt", moniert der LINKE-Politiker. Schülerinnen und Schüler aus Elternhäusern mit schwierigen sozialen Ausgangslagen schneiden im Durchschnitt mit 33 Punkten schlechter ab als ihre Altersgenossen aus besser gestellten Elternhäusern. "Dies entspricht einem Unterschied von einem ganzen Schuljahr. Hier dürfen wir nicht tatenlos zuschauen", mahnt der Schulpolitiker an. Er erneuert die Forderung, endlich mehr Lehrer als geplant einzustellen. "Dies wäre ein Schritt in die richtige Richtung, um den Spitzenplatz im Ländervergleich mindestens zu halten."
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