Spannung zwischen Landesschülervertretung und Matschie-Ministerium
Mit Unverständnis und Irritation reagieren Susanne Hennig, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, und Dirk Möller, schulpolitischer Sprecher, auf die Absage einer Podiumsdiskussion der Landesschülervertretung im Landtag.
Es sollte zur aktuellen und zukünftigen Bildungspolitik in Thüringen diskutiert werden, jetzt wurde die Veranstaltung aufgrund "derzeit anhaltenden Differenzen mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur" abgesagt, so das Schreiben des Landesvorstandes der Schülervertretung, welches der Fraktion vorliegt.
Es ist weiter zu lesen: "Mit Bedauern muss ich Ihnen leider mitteilen, dass wir aus politischen als auch aus taktischen Gründen die Podiumsdiskussion absagen müssen. Aufgrund von derzeit anhaltenden Differenzen mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur möchten wir keine Verschlechterung der Situation verursachen und somit diesen Schritt gehen.
Ich entschuldige mich aufrichtig für die Unannehmlichkeiten und bitte um Ihr Verständnis. Ich hoffe, eine zukünftige Zusammenarbeit mit der Landesschülervertretung wird aufgrund dieses Zwischenfalls nicht ausgeschlossen."
"In keiner Weise soll die Zusammenarbeit aufgrund der Absage Schaden nehmen", so Susanne Hennig. Allerdings werfe der Vorgang einige Fragen auf, die es unbedingt zu klären gilt. "Wir werden daher auch diesen Vorfall zum Gegenstand im zuständigen Landtagsausschuss machen", so Frau Hennig.
Dirk Möller bekräftigt die Forderung nach einer selbstständigen und autonomen Landesschülervertretung, "diese braucht selbstverständlich eine ausreichende Finanzierung durch das Land. Darüber hinaus möchten wir die Vertreter der Landesschülersprecher einladen, um mit ihnen über die geplanten Themen der Podiumsdiskussion zu reden", so die beiden Abgeordneten.
