Schaft & Güngör: Solidarität mit den Streikenden bei Zalando
Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, und Lena Saniye Güngör, arbeits- und gewerkschaftliche Sprecherin der Fraktion, besuchen heute, am 2. Dezember 2025, den Warnstreik der Zalando-Beschäftigten in Erfurt und erklären: „Wenn ein milliardenschwerer Konzern sich verweigert, Tarifverträge anzuerkennen, dann ist das kein Missverständnis, das ist eine Entscheidung gegen die Beschäftigten, die jeden Tag den Erfolg des Unternehmens erarbeiten. Die Beschäftigten haben ein Recht darauf nach Tarif bezahlt zu werden und wir unterstützen ihren Arbeitskampf in dieser Sache ausdrücklich.“
Schaft macht deutlich, dass dieser Arbeitskampf nicht aus einer Laune heraus entsteht, sondern eine logische Konsequenz der Preissteigerungen der letzten Jahre ist: „Die letzten Jahre wurden überall die Preise erhöht, gleichzeitig steigen die Profite. Es ist also nur logisch, dass Beschäftigte auch für mehr Lohn streiten. Höhere Löhne tragen zur Entlastung bei und das ist dringend notwendig. Vor allem in der schnelllebigen Mode- und Paketbranche sind es vor allem die Beschäftigten, die unter hohem Druck stehen, damit das System am Laufen bleibt und der Konzern Profite einstreichen kann. Vor allem jetzt in der Vorweihnachtszeit sind die Arbeitsbedingungen von ausgesprochen hohen Belastungen geprägt. Wer solche Leistungen bringen soll, der hat gute Arbeitsbedingungen, wie ver.di sie fordert, verdient.“
Güngör betont, dass die Warnstreiks Ausdruck einer starren Weigerungshaltung des Konzerns sind und erklärt: „Die Beschäftigten bei Zalando haben Respekt verdient. Sie haben zusammen mit der Gewerkschaft monatelang Gesprächsbereitschaft signalisiert, während der Arbeitgeber weiterhin ablehnt, überhaupt Tarifverhandlungen aufzunehmen. Für mich ist das ein falsches aber gleichzeitig typisches Verhalten für Konzerne der sogenannten Plattformökonomie. Dort feiert man sich für innovative Ideen zur Erschließung neuer Märkte, aber verweigert gleichzeitig faire Arbeitsbedingungen und macht Leistungsdruck und prekäre Beschäftigung zur Grundlage eines vermeintlichen Geschäftserfolgs.“

